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Rossens (FR)

Polit. Gem. FR, Saanebez., im Norden des Greyerzersees, 1972 Eingemeindung von Illens. 1162 Rossens, dt. früher Rossing. 1811 256 Einw.; 1850 309; 1900 381; 1950 378; 1970 399; 2000 1'114. Grabhügel aus der Hallstattzeit. Im 12. Jh. war R. Teil der Herrschaft Pont. Nach dem Verkauf des Dorfs an Freiburg (Neustadtpanner) 1482 gehörte es zur Vogtei Pont, ab 1798 zum Bez. Freiburg und 1803-48 zum Bez. Farvagny. 1870 löste sich R. von der Pfarrei Farvagny und bildete eine selbstständige Pfarrei, zu der ab 1875 auch Illens gehörte. Im 15. Jh. ist eine dem hl. Antonius geweihte Kapelle belegt. 1696 wurde eine neue Kapelle und 1874 die Pfarrkirche Saint-Joseph errichtet. 1944-48 erfolgte der Bau der Staumauer von R., 1981 die Eröffnung der Autobahn A12. 1956 siedelte sich in R. die Uhrenfabrik Girard Dubois SA an (1964 übernommen von Monorex SA, ab 1981 Sokymat SA, dann Reznicek & Hlach SA, ab 2007 Magtrol SA, Motorprüfstände und Drehmomentaufnehmer), 1970 die Audio Film SA (1994 Konkurs) und 1973 der Kondensatorenhersteller Condis SA (heute Maxwell Technologies). 2005 stellte der 2. Sektor 56% der Arbeitsplätze in der Gemeinde.


Literatur
– R. Ayer, Journal villageois de R., Aug. 1985 (Sondernr.)
– L. Cochard et al., La construction du barrage de R., 1988

Autorin/Autor: Marianne Rolle / AHB