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Prez-vers-Noréaz

Polit. Gem. FR, Saanebez., an der Strasse Freiburg-Payerne gelegen. 1156 de Pratellis. 1811 285 Einw.; 1850 345; 1900 549; 1950 556; 2000 806. Vermutlich neolith. Skelettgrab, Anfang eines Aquädukts nach Aventicum, röm. Gutshof mit Bädern. Im 12. Jh. gehörte P. zur Herrschaft Montagny. 1270 erwarb Aymon de Prez das Dorf als eigene kleine Herrschaft. Im 16. Jh. befand sie sich im Besitz der Fam. Reyff und ging 1614 an die Stadt Freiburg. Spätestens ab 1485 gehörte P. zur Alten Landschaft (Neustadtpanner), ab 1798 zum Bez. Payerne, ab 1803 zum Bez. Montagny und 1817-48 zu Freiburg. Im 12. Jh. ist erstmals ein Pfarrer der Kirche Notre-Dame erwähnt. Die Pfarrei P. umfasste Noréaz, bis 1879 Ponthaux und Nierlet-les-Bois sowie bis 1900 Corserey. 1311 ging die Kollatur vom Bf. von Lausanne an das Priorat Saint-Maire über; vom 16. Jh. bis 1867 blieb sie bei der Stadt Freiburg. 1831-35 liess P. die Kirche Saint-Jean-Baptiste bauen. Der nach 1746 von den de Fégely erbaute Landsitz war 1891-1969 im Besitz der Gem. und diente als Schule. Später ging er an die ortsansässige Bank, die 2008 zu einer Filiale der Freiburger Kantonalbank wurde. Die Gem. bewahrte ihren landwirtschaftl. Charakter (Viehzucht und Getreidebau), bis mit dem Anschluss an die Autobahn A12 seit den 1980er Jahren neue Wohnviertel ausserhalb des ursprüngl. Strassendorfs entstanden.


Literatur
– Dellion Dict. 9-10, 203-238
– J.-M. Barras, P., 2002

Autorin/Autor: Marianne Rolle / AL