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Ponthaux

Polit. Gem. FR, Saanebez., umfasst seit der Fusion 1981 auch die ehem. Gem. Nierlet-les-Bois. 1142 Pontet. 1811 119 Einw.; 1850 223; 1900 350; 1950 379; 2000 488. Streufunde aus dem Neolithikum und der Römerzeit. Eine Fam. de Ponthouz wird im 14. Jh. erwähnt. Im MA war P. Teil der Herrschaft Montagny. 1355 verkaufte Aymo von Montagny den Grosszehnten von P. an Ulrich Cristan von Freiburg. 1447 wurde das Dorf durch die Freiburger im Krieg gegen den Hzg. von Savoyen in Brand gesteckt. Ab 1478 unter freiburg. Herrschaft, war es Teil der Landvogtei Montagny. 1798 kam P. zum Bez. Payerne, 1803 zu Montagny, 1815 zu Freiburg und 1830-48 gehörte es zum Bez. Dompierre. P. folgte dem Waadtländer Gewohnheitsrecht und erhielt 1662 Gemeindestatuten. Die Kapelle Saint-Maurice, die der Bf. von Lausanne zwischen 1145 und 1159 dem Priorat Saint-Maire in Lausanne geschenkt hatte und die im späten 16. Jh. durch eine Kirche ersetzt wurde, blieb - obwohl 1228 als Pfarrkirche erw. - eine Filiale von Prez-vers-Noréaz. Ab 1879 bildeten P. und Nierlet-les-Bois eine Pfarrei und weihten 1882 eine neue Kirche ein. Das auf Viehzucht und Futterbau ausgerichtete Dorf bewahrte seinen ländl. Charakter.


Literatur
La Liberté, 25.11.1975; 23.4.1980
– S. Jäggi, Die Herrschaft Montagny, 1989

Autorin/Autor: Marianne Rolle / GL