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Reymond, Maxime

geboren 20.9.1872 Lausanne, gestorben 1.1.1951 Lausanne, kath., Franzose, ab 1894 von Portalban (heute Gem. Delley-Portalban). Sohn des Pierre-Paul-Gabriel und der Marie-Catherine-Anna geb. Ray. ∞ 1900 Cécile Mathilde Premat, Tochter des Alexis. Primarschule. 1888-89 Büropraktikum bei der "Gazette de Lausanne", 1891-1941 Redaktor der "Feuille d'Avis de Lausanne", 1929-41 Mitarbeiter der "Tribune de Lausanne". 1919-43 Gemeinderat (Legislative) von Lausanne, 1921-45 freisinniger Waadtländer Grossrat. 1915-42 war R. Kantonsarchivar ad interim, da er aufgrund seiner polit. Mandate nicht offiziell in dieses Amt gewählt werden konnte. Der praktizierende Katholik gründete 1893 die Fédération catholique romande und amtierte als Westschweizer Sekr. des Schweiz. Katholischen Volksvereins. 1902 war er Mitgründer der Waadtländer Gesellschaft für Geschichte und Archäologie. In seinem umfangreichen, oft fehlerhaften, hist. Werk, das trotzdem neue Wege der Forschung aufzuzeigen vermochte, befasste sich R. v.a. mit Lausanne und mit der Kirchengeschichte.


Archive
– ACV, Nachlass
Literatur
– G. Coutaz, «Deux personnalités de la recherche historique disparaissaient il y a cinquante ans», in RHV, 2001, 188-204

Autorin/Autor: Toni Cetta / BE