Oberried (FR)

Ehemalige politische Gemeinde FR, Saanebezirk, seit 2003 Fusion mit Bonnefontaine, Essert, Montévraz, Praroman und Zénauva zur Gemeinde Le Mouret. Strassendorf am Fuss des Petit Cousimbert (Voralpen). 1274 Oberrieth. 1811 86 Einw.; 1850 125; 1900 157; 1950 229; 1980 139; 2000 197. Frühgeschichtl. Festungswall in La Feyla. Spätestens ab 1442 gehörte O. zur Alten Landschaft (Burgpanner), ab 1798 zum Distrikt La Roche und 1803-48 zum Bez. Freiburg. O. war nach Praroman kirchgenössig, das sich 1644 von der Pfarrei Ependes gelöst hatte. Das Gut Sonnenwil beherbergte ab 1886 eine Landwirtschaftsschule, die 1900 nach Grangeneuve verlegt wurde. Ab 1901 war dort das von Propst Hubert Savoy und Abt Pierre Biolley gegr. Haus der Hl. Familie untergebracht, das 1902 ein Heim für junge Mädchen (Sozialfälle) des Ordens der Sœurs de la Sagesse aufnahm und 1941 niederbrannte. 1976 wurde es in ein Institut für verhaltensauffällige Kinder umgewandelt und umfasst seit 1983 auch ein Altersheim. Mangels Gemeinderatskandidaten stand O. 1942-73 unter kommissar. Verwaltung. Eine Fusion mit Praroman und den Nachbargem. lehnten die Stimmberechtigten 1973 ab. 1996 wurde das Projekt wieder aufgenommen und in der Abstimmung vom Juni 2002 angenommen. O. stellt in der neuen Gemeinde Le Mouret einen von neun Gemeinderäten (Exekutive). Das Dorf blieb mit Viehzucht und Futtermittelproduktion ländlich geprägt.


Literatur
– A. Lauper, Le Mouret, 2007

Autorin/Autor: Marianne Rolle / ASCH