06/08/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Noréaz

Polit. Gem. FR, Saanebez., mit dem Weiler Seedorf. 1134 Noarea. 1811 248 Einw.; 1850 381; 1900 455; 1950 586; 2000 472. Mesolith. Funde und eine neolith. Ufersiedlung am See von Seedorf, Reste eines befestigten Felsvorsprungs aus dem MA im Wald von Piamont, Münzdepot aus dem 15. Jh. im Dorf. Die im 12. Jh. bezeugte Adelsfam. de N. war möglicherweise ein Zweig der Fam. de Prez[-vers-N.] oder mit jener verwandt. 1447 wurde N. von den Freiburgern niedergebrannt. Ausser 1627-38, als N. Teil der Alten Landschaft war, gehörte es zur Herrschaft Montagny, später zur gleichnamigen Vogtei, danach zu versch. Bezirken, nämlich 1798 zu Payerne, 1803 zu Montagny und 1817-48 zu Freiburg. N. war nach Prez-vers-N. kirchgenössig. 1635 bewilligte der Rat von Freiburg den Bau der Kapelle Saint Jacques-le-Majeur. Die heutige Kirche wurde 1957-58 errichtet. In der ländlich geprägten Gem. mit Viehzucht, Getreide- und Futterbau stellte der 1. Sektor 2005 23% der Arbeitsplätze.


Literatur
– C. Martin, «La trouvaille monétaire de N.», in Schweiz. numismat. Rundschau 47, 1968, 131-152
– J.-M. Barras, Histoire et histoires de N., Seedorf, 2001

Autorin/Autor: Marianne Rolle / GL