22/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Magnedens

Ehem. polit. Gem. FR, Saanebez., die 1999 mit Corpatauxzur polit. Gem. Corpataux-M. fusionierte. M. liegt am linken Saaneufer, 10 km südwestlich von Freiburg. 1156 Manoldens, 1229 Magnoudeins, dt. früher Magnedingen. 1811 82 Einw.; 1850 85; 1900 101; 1950 105; 1990 90. Tumulus in La Taillat. M. gehörte 1143 zur Herrschaft Arconciel, die 1475 von Bern und Freiburg erobert wurde. Der Johanniterorden besass möglicherweise schon 1156 bzw. vor 1173 eine Komturei in M., die aber 1229 aufgehoben und von der Komturei Freiburg übernommen wurde. Ebenfalls Besitz in M. hatte das nahe gelegene Kloster Hauterive. M. kam 1484 zur Vogtei Illens, gehörte 1798-1847 zum Bez. Freiburg und wurde 1848 dem Saanebez. zugeteilt. M., das keine eigene Kirche besitzt, war früher Teil der Pfarrei Ecuvillens und bildet seit 1907 zusammen mit Corpataux eine Pfarrei. Eine Zusammenarbeit mit Corpataux erfolgte bereits 1954 bei der Wasserversorgung und Kanalisation und seit 1962 im Schulwesen. In der Nähe des Dorfes führt die A12 vorbei; das Ortsbild hat seinen bäuerl. Charakter behalten. 1990 waren 80% der Einwohner von M. franz., 17% dt. Muttersprache.


Literatur
– J. Gumy, Regeste de l'abbaye de Hauterive, de l'ordre de Citeaux, 1923
JbSGUF 64, 1981, 234
– E. Tremp, Liber donationum Altaeripae, 1984
Freiburger Nachrichten, 22.7.1991

Autorin/Autor: Eveline Seewer