24/10/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Ependes (FR)

Polit. Gem. FR, Saanebez., mit dem Weiler Le Petit-E. 1977 Eingemeindung von Sales. 1142 Spindes, dt. früher Spinz. 1811 275 Einw.; 1850 277; 1900 404; 1950 347; 1970 340; 2000 1'034. Röm. Siedlung. E. gehörte zur Herrschaft von Arconciel. Eine Fam. von Rittern von E. ist von 1142 bis Ende des 13. Jh. nachgewiesen. Als Zehntherren folgten ihnen die Herren von Marly, die Familien Lombard, d'Avenches, Prez, Praroman, Lanther, Rudella und d'Amman (bis 1846). Das Schloss wurde 1532 von den Lanther erbaut. Das Kloster Hauterive besass viele Güter in E. Vom 15. Jh. bis 1798 gehörte E. zur Alten Landschaft, bis 1803 zum Bez. La Roche und bis 1848 zum Bez. Freiburg. Gemeindesatzungen sind von 1601 erhalten. Die Pfarrei (erw. ab 1146) umfasst Senèdes und Ferpicloz; Praroman löste sich 1644 von ihr, der Weiler Port-sur-Marly 1850 und Chesalles 1978. Die 1417 erwähnte Kirche Saint-Etienne, die im 17. Jh. erneuert wurde, brannte 1933 ab (Neubau 1935). Das ehemals landwirtschaftlich geprägte Dorf (Viehzucht und Futterbau) hat sich zu einer Wohngemeinde entwickelt. Seit 1977 gibt es eine Sternwarte.


Literatur
– P. Bachmann, Wandel an der südl. Peripherie von Freiburg, Liz. Freiburg, 1976
– P.-J. Clément et al., E. et Sales, 1993

Autorin/Autor: Marianne Rolle / AL