25/06/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Corserey

Polit. Gem. FR, Saanebez. 1150-62 Corserei. 1811 162 Einw.; 1831 148; 1850 172; 1900 232; 1950 234; 1970 186; 2000 262. Zwischen 1150 und 1162 übergab Cono von Stäffis der Abtei Hauterive das ganze Lehen von Philippe de Cottens, darunter auch den Besitz in C. 1270 verkaufte Guillaume de Montagny die Dörfer Prez und C. an Aymo de Prez. Die kleine Herrschaft C. gehörte den Montagny, Prez, Balmis, Avenches, Champion, Pavilliard, Roberti, Billens, alles Vasallenfamilien des Hauses Savoyen. 1448 wurde das Dorf durch die Freiburger im Krieg gegen Savoyen in Brand gesteckt. 1515 erwarb die Abtei Payerne einen grossen Teil der Rechte an C., die 1526 von Freiburg gekauft wurden. Den Rest erwarb 1535 Peter Amman, Bürger von Freiburg; das Ganze wurde zur Vogtei und 1585 mit derjenigen von Montagny vereinigt. C. gehörte zu den Bez. Payerne (1798-1803), Montagny (1803-15) und Freiburg (1815-48). Kirchlich unterstand es der Pfarrei Prez. Um 1440-59 wurde eine dem heiligen Silvester gewidmete Kapelle erbaut. 1513 Kaplanei, die ca. 1600-1832 vakant war. Die 1895 erbaute Kirche Saint-Pierre wurde 1900 Pfarrkirche. Milchproduktion und Getreideanbau sind in C. vorherrschend.


Literatur
– Dellion, Dict. 9 f., 222-237
– J. Niquille, «Les baillis de C.», in Ann. frib. 19, 1931, 96-99
– S. Jäggi, Die Herrschaft Montagny, 1989

Autorin/Autor: Marianne Rolle / AG