20/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Corpataux

Ehem. polit. Gem. FR, Saanebez. seit 1848. C. liegt am linken Saaneufer und umfasst das Dorf C. und den Weiler La Tuffière. Seit 1999 gehört C. zur polit. Gem. C.-Magnedens. 12. Jh. Corpastur oder Corpastor. 1811 232 Einw.; 1850 321; 1900 336; 1950 404; 1960 359; 1990 514. Spuren aus der Latènezeit (Grab mit helvet. Goldmünze), der Römerzeit (villa aus dem 1. Jh. n.Chr.) und dem FrühMA (Plattengräber). C. gehörte zur Herrschaft Arconciel-Illens, bis diese 1475 von den Freiburgern erobert wurde. Bis 1798 war C. dann Teil der Vogtei Illens, 1798-1848 des Bez. Farvagny. In C. bestand eine Filialkapelle der Pfarrei Ecuvillens. Seit 1907 bildet C. mit Magnedens eine eigenständige Pfarrei; 1912 wurde die neugot. Kirche Saint-Jean-Baptiste eingeweiht. In La Tuffière sind ab dem 12. Jh. Walkmühlen nachgewiesen; deren Betrieb wurde vor 1940 eingestellt. Der Weiler war bis ins 20. Jh. auch für seinen Tuff-Steinbruch bekannt. 1836 verbesserte der Bau einer Hängebrücke, die später durch eine Betonkonstruktion ersetzt wurde, die Verkehrsanbindung an das rechte Saaneufer. Holzverarbeitendes Gewerbe, um 1950 Fischzucht und Baugewerbe, seit 1960 Fabrik für Zementteile, Kiesgrube. Die Inbetriebnahme der Autobahn A12 beschleunigte die wirtschaftl. Diversifizierung zu Lasten des Primärsektors. C. wurde vom Bauerndorf zur Wohnsiedlung.


Archive
– StAFR, Kartei
Literatur
Statist. Jb. des Kt. Freiburg, 1971-93

Autorin/Autor: Michel Charrière / EB