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Tumarkin, Anna

geboren 16.2.1875 Dubrowna (Russland, heute Weissrussland), gestorben 7.8.1951 Muri bei Bern, isr., Russin, ab 1921 von Bern. Tochter des Paul, Kaufmanns, und der Sophie geb. Herzenstein. Ledig. Besuch des Mädchengymnasiums in Kischinew (Bessarabien, heute Moldawien), Lehrerinnenausbildung in Kischinew. Ab 1892 Philosophiestud. bei Ludwig Stein in Bern, 1895 Promotion. Forschungsaufenthalt bei Wilhelm Dilthey in Berlin, 1898 Habilitation (als erste Frau in Europa) in Bern. Erste Dozentin der Univ. Bern, 1906 Ernennung zur Titularprof., 1909-43 ao. Prof. für Philosophie und Ästhetik. T. war in der Frauenbewegung aktiv, betätigte sich im Schweiz. Verband der Akademikerinnen und engagierte sich 1928 für die Saffa. Sie war die erste Professorin Europas, die das Recht hatte, Doktoranden und Habilitanden zu prüfen und im Senat Einsitz zu nehmen. 1937 Theodor-Kocher-Preis.


Werke
Wesen und Werden der schweiz. Philosophie, 1948
Archive
– UB Bern, Nachlass
Literatur
Der Bund, 11.8.1951
– F. Rogger, Der Doktorhut im Besenschrank, 1999, 164-175

Autorin/Autor: Regula Ludi