Chénens

Polit. Gem. FR, Saanebez., an der Kantonsstrasse Freiburg-Romont (FR) gelegen. 1138 Cheineis, dt. früher Geiningen. 1811 204 Einw.; 1850 263; 1900 240; 1950 369; 1970 316; 2000 554. Ab 12. Jh. Erwähnung einer gleichnamigen Adelsfamilie. 1248 verzichteten Raynald de Vaumarcus und sein Schwager Jordan de Cottens auf ihre Ansprüche auf das Dorf C. zu Gunsten von Conon und Pierre de C. Die Abtei La Fille-Dieu besass zahlreiche Rechte in C. und erhielt die Hälfte des Zehnten. In versch. Verträgen des 14. Jh. zwischen Bern, Freiburg und dem Gf. von Savoyen, in denen Streitigkeiten zwischen Freiburgern und Untertanen der Herrschaft Waadt geregelt wurden, wird die Ortschaft als media via (Versammlungsort) genannt. Spätestens nach 1442 gehörte C. zur Alten Landschaft (Neustadtpanner), kam 1798 zum Distrikt Romont, 1803 zum Bez. Freiburg (bis 1848). C. gehört zur Pfarrei Autigny. 1584 wurde eine Marienkapelle errichtet, nach einem Brand 1750 neu erbaut. 1866 Errichtung einer Kaplanei. Seit 1842 Bahnstation an der Linie Freiburg-Romont (FR). Neben einigen Kleinunternehmen herrschen Viehzucht und Ackerbau (regionales Getreidelager) vor.


Literatur
– Dellion, Dict. 1, 301-309

Autorin/Autor: Marianne Rolle / EM