• <b>Anny Klawa-Morf</b><br>Mit Bundesrat Willy Ritschard am Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz in Lugano 1982. Foto von  Edouard Rieben (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fc-0002-20).

No 1

Klawa [-Morf], Anny

Konsultieren Sie diesen Artikel auf der neuen HLS-Webseite (Beta-Version)

geboren 10.1.1894 Basel, gestorben 15.4.1993 Bern, urspr. ref. (ab 1. Weltkrieg konfessionslos), von Illnau. Tochter des Robert Heinrich Morf, Hilfsarbeiters und gelernten Bäckers, und der Emma geb. Ledermann. ∞ Janis K., Typograf aus Lettland. Ab 1908 Fabrikarbeiterin (Textilindustrie), daneben Besuch von Kursen an der Univ. Zürich. 1908-18 Aktivistin in der Zürcher Arbeiterbewegung, u.a. im Vorstand der Sozialist. Jugend. K. gründete 1910 die erste sozialist. Mädchengruppe (innerhalb der sozialist. Jugend). 1919 war sie als Sekretärin von Ernst Toller bei der Roten Armee in Dachau und erlebte den Zusammenbruch der Münchner Räterepublik. Ab 1921 lebte sie in Bern, wo sie 1922 die sozialdemokrat. Organisation der Kinderfreunde Bern (Rote Falken) gründete und bis 1967 leitete. Im Lauf der Jahrzehnte war sie Hunderten von Kindern eine Mutter. Die überzeugte Sozialistin war eine vehemente Vorkämpferin für die Rechte der Frauen, v.a. der Arbeiterinnen.

<b>Anny Klawa-Morf</b><br>Mit Bundesrat Willy Ritschard am Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz in Lugano 1982. Foto von  Edouard Rieben (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fc-0002-20).<BR/><BR/>
Mit Bundesrat Willy Ritschard am Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz in Lugano 1982. Foto von Edouard Rieben (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fc-0002-20).
(...)


Werke
Gleiche Pflichten, gleiches Recht - gleiche Arbeit, gleicher Lohn, 1916
Archive
– Sozarch, Nachlass
Literatur
– A. Frei, Die Welt ist mein Haus, 1991
– A. Frei Berthoud, «Anny K.-Morf», in La valeur du travail, hg. von V. Boillat et al., 2006, 148 f.

Autorin/Autor: Annette Frei Berthoud