Villars-sous-Mont

Ehem. polit. Gem. FR, Bez. Greyerz, am linken Saaneufer an der Kantonsstrasse Bulle-Montbovon gelegen, seit 2004 mit Enney und Estavannens Teil der neuen polit. Gem. Bas-Intyamon. 1254 Villard-Symon, dt. früher Wiler am Berg. 1811 94 Einw.; 1850 112; 1900 120; 1950 110; 2000 207. Mesolith. Rastplatz, frühbronzezeitl. Skelettgrab. Das in einer Streitsache zwischen dem Kapitel Lausanne und dem Gf. von Greyerz 1254 erw. V. gehörte zur Grafschaft Greyerz. Wie alle Dörfer der Kastlanei wurde auch V. 1388 von der Fallabgabe befreit. Unter freiburg. Herrschaft bildete V. 1555-1798 einen Teil der Vogtei Greyerz und kam 1798 zum gleichnamigen Bezirk. Die 1654 St. Simon und Juda geweihte Filialkapelle von Greyerz wurde 1786 zur Pfarrkirche erhoben (2000 restauriert). 2006 schlossen sich V., Enney und Estavannens zur neuen Pfarrei Bas-Intyamon zusammen. Die 1897 erstellte Kapelle Maria Hilf wurde 1992-93 renoviert. 1903 erhielt V. eine Haltestelle an der Bahnstrecke Bulle-Montbovon. In dem auf Landwirtschaft (Alpbetriebe, Käsereien) ausgerichteten Dorf wird Kies abgebaut; seit 1961 existiert eine Firma für Kücheneinrichtungen und seit 1990 das Altersheim L'Intyamon.


Archive
– StAFR, Kartei
Literatur
– J.-H. Thorin, Notice historique sur V., 1876
La Liberté, 28.11.1960; 12.12. und 20.12.-22.12.1960; 10.1., 12.1. und 14.1.-18.1.1961
Fribourg illustré, 1992, H. 17, 27-31

Autorin/Autor: Marianne Rolle / AL