Sorens

Polit. Gem. FR, Bez. Greyerz, neben der Verbindungsstrasse Bulle-Freiburg am Osthang des Gibloux gelegen. 974-75 Sotringus, dt. früher Soring. 1800 382 Einw.; 1850 605; 1900 801; 1910 806; 1950 769; 2000 836. Goldstatere aus der Eisenzeit, Ruinen eines beheizbaren und mit Wandmalereien verzierten Gebäudes aus der röm. Epoche in Les Gauderons (zwischen 160 und 220), Münzen von Gordian III. (238-244). S. war im Besitz der Herren von Corbières, später derjenigen von Everdes-Vuippens, die einen Teil ihrer Rechte an die Abtei von Humilimont abtraten. 1479 schlossen die Herren von Vuippens sowie die Bewohner von S., Vuippens und Gumefens einen Burgrechtsvertrag mit Freiburg ab. 1549 geriet S. unter die Herrschaft von Freiburg und war danach bis 1798 Teil der Vogtei Everdes-Vuippens. Kirchlich gehörte S. zu Vuippens, bis es 1861 eine eigene Pfarrei gründete. Die Kirche Saint-Michel wurde 1933 von Fernand Dumas entworfen und 1935 eingeweiht. Wichtige Unternehmen in S. sind die Mapei Suisse SA (bauchem. Produkte) und die Grisoni-Zaugg SA (Betonmischstation und Kiesgrube). 2005 stellte der 1. Sektor noch 27% der Arbeitsplätze in der Gemeinde.


Literatur
– J. Tornare, «S.», in L'Ami du patois, 1975, Nr. 1, 18-23
– M. Gross, S., 1981

Autorin/Autor: Alain-Jacques Czouz-Tornare / ALI