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Godard, Jean-Luc

geboren 3.12.1930 Paris, ref., ursprünglich Franzose, ab 1953 von Gland. Sohn des Paul Jean Edouard, Arztes, ursprünglich von Frankreich, und der Odile geb. Monod, Tochter eines Bankiers. ∞ 1) 1961 Anna Karina, 2) 1967 Anne Wiazemsky. Schulen in Nyon, ab 1949 Stud. der Ethnologie an der Sorbonne. 1952 Filmkritiker bei der Zeitschrift "Les Cahiers de cinéma" (Pseudonym: Hans Lukas). Aus deren Kreis gingen die Begründer der franz. Nouvelle vague hervor, zu denen G. mit seinem Schlüsselfilm "A bout de souffle" (1959) gehörte. 1952 und 1954 beteiligte sich G. am Bau des Staudammes von Grande-Dixence (Kurzfilm "Opération béton" 1954). 1968 rief er in Paris das nach dem sowjet. Dokumentar- und Experimentalfilmer benannte Filmkollektiv Dsiga Wertow ins Leben und drehte fortan unter dem Eindruck der Neuen Linken polit. Filme. 1973 kehrte er in die Schweiz zurück. Er produzierte v.a. Film- und Videoexperimente (meist mit seiner Partnerin Anne-Marie Miéville), später folgten weitere Kinospielfilme ("Sauve qui peut [la vie]" 1980, "Eloge de l'amour" 2000). G. beeinflusste mit seiner neuen Bildsprache das moderne Kino massgeblich.


Werke
Einführung in eine wahre Gesch. des Kinos, 1981
Jean-Luc G. par Jean-Luc G., 1985, (erweiterte Neuausg. 1998)
Literatur
– C. MacCabe, G.: a Portrait of the Artist at Seventy, 2003

Autorin/Autor: Felix Aeppli