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Pâquier, Le (FR)

Polit. Gem. FR, Bez. Greyerz, am Nordfuss des Moléson gelegen. 1637 Pasquier. 1811 232 Einw.; 1850 301; 1900 392; 1950 491; 1980 532; 2000 933. Le P. war Teil der Grafschaft Greyerz, ab 1555 der freiburg. Vogtei und ab 1798 des Bez. Greyerz. 1539 schlossen sich die Dorfgenossen von Le P., Les Chavonnes und Les Carrets zu einer Nutzungsgenossenschaft zusammen, später kamen die Weiler Prachaboud und Les Albergeux hinzu. Le P. gehörte zur Kastlanei von La Tour-de-Trême, die dem Banner von Greyerz unterstand. Nach der Trennung von La Tour-de-Trême 1827 bildete Le P. eine eigene Gemeinde. Le P. war kirchgenössig nach Bulle, ab 1254 nach Greyerz und wurde 1919 eine eigene Pfarrei. Die 1612 erw. Kapelle Sainte-Trinité wurde durch die Kapelle Saint-Théodule ersetzt und 1843-44 zur Pfarrkirche umgebaut. 1936 öffnete ein Karmelitinnenkloster in Le P. seine Pforten. Die seit Ende des 18. Jh. betriebenen Bäder von Montbarry (1892 Grand Hotel Kurhaus) wurden 1928 der Schwesternkongregation der Retraite chrétienne verkauft. 1903 erhielt Le P. eine Bahnstation an der Linie Bulle-Montbovon. 1926 siedelte sich die Baufirma Jean Pasquier SA mit mechan. Werkstätten und einer Schreinerei an. Das ländlich geprägte Le P. wandelte sich zur Wohngemeinde.


Literatur
– P. de Zurich, «Développement historique de l'organisation administrative des communes de La Tour-de-Trême et du P.», in Ann. frib. 36, 1948, 41-69
HS VI, 1135 f.
– J. Dubas, Une histoire d'eaux au pays de Fribourg, 1991, 43-53
– M. Pasquier, Chronique de mon village, 1992

Autorin/Autor: Marianne Rolle / SK