07/04/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Hauteville

Polit. Gem. FR, Bez. Greyerz, am östl. Ufer der Greyerzersees, neben dem Dorf die Weiler Impart, Le Ru und Longemort umfassend. 1148 (1145-59) apud Altam villam, 1227 Jocelnus de Altaville. 1850 500 Einw.; 1900 533; 1950 448; 2000 464. Frühma. Nekropole. H. gehörte zur Herrschaft Corbières, ab 1553 zur Vogtei und 1803-48 zum Bez. Corbières, seit 1848 zum Bez. Greyerz. 1784 erhielt H. eine eigene Gerichtsbarkeit. Die Prämonstratenser von Humilimont führten in H. 1137-1232 einen grossen Landwirtschaftsbetrieb mit Kornspeicher und eigener Kapelle. Die Pfarrei H. ist 1170 erstmals erwähnt; 1628-30 trennte sich Corbières ab. An Stelle der Prämonstratenserkapelle wurde 1620 die Kirche Saint-Etienne errichtet. 1637 erwarben die Kartäuser von La Valsainte das Bürgerrecht von H. 1745 brannten elf Häuser nieder. Ein Teil des Gemeindegebiets wurde 1948 bei der Aufstauung des Greyerzersees überflutet. Die Gem. hat ihren landwirtschaftlich geprägten Charakter (Viehzucht und Käseproduktion) bewahrt. H. weist einen grossen Pendleranteil auf (2000 fast drei Viertel der Einwohner). Mehrere Ferienchalets wurden gebaut. Seit 1969 hat der kath. Verlag Les Editions du Parvis seinen Sitz in H.


Literatur
– Dellion, Dict. 7-8, 121-140
– C. Fontaine, «Nos villages gru[y]ériens: H.», in Le vieux chalet, 1955, Nr. 14-16
La Liberté, 14./15.12.1968
Fribourg illustré 5-6, 1993, 10-17

Autorin/Autor: Marianne Rolle / BE