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Crésuz

Gem. FR, Bez. Greyerz, an der Strasse Bulle-Boltigen oberhalb des Stausees von Montsalvens gelegen. 1301 Cresu. 1811 66 Einw.; 1850 111; 1900 127; 1910 177; 1950 116; 2000 229. C. gehörte zur Herrschaft Corbières, nach deren Teilung 1249 zur Mitherrschaft Charmey. 1319 wurden deren Einwohner von der Vogtsteuer befreit. Im Febr. 1475 schlossen sie ein Burgrecht mit Freiburg. Die hohe und niedere Gerichtsbarkeit übte die Kartause La Valsainte aus. 1553-1798 gehörte C. zur Freiburger Vogtei Corbières, 1798-1803 zum Bez. Greyerz, 1803-15 zum Arrondissement Charmey und schliesslich wieder zum Bez. Greyerz. Kirchlich war C. bis 1646 von Broc abhängig. Eine Kapelle wird vor 1620 erwähnt; die neue Pfarrkirche wurde 1647 dem Hl. Franziskus geweiht. 1667 brannte das Dorf nieder, der Wiederaufbau der Kirche erfolgte 1670. 1850 kam Châtel-sur-Monsalvens zur Pfarrei C. Die Bewohner von C. lebten von der Viehzucht und Waldnutzung, im 19. Jh. auch von der Strohflechterei. Seit 1960 sind im Tal zahlreiche Ferienhäuser entstanden.


Literatur
Historique de la commune de C., Ms., (GemA)
La Liberté, 11., 21. und 24.8.1964
– M. Perret, Charmey, 1977, (21991)

Autorin/Autor: Marianne Rolle / GG