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Corbières (Gemeinde)

Politische Gemeinde FR, Bezirk Greyerz, seit 2011 mit Villarvolard. Dorf am rechten Saaneufer, an der Strasse Freiburg-Bulle. Ca. 1115 Corbere; dt. früher Korbers. 1811 194 Einw.; 1850 231; 1860 219; 1900 220; 1950 283; 2000 341. Das Dorf C. gehörte im 11.-14. Jh. zur Herrschaft, 1375-1543 zur Kastlanei, 1543-1798 zur Vogtei und 1798-1848 zum Bez. C. 1301 werden die alten Freiheitsrechte (bonnes coutumes) von C. erwähnt; 1390 wurde eine der Freiburger Handfeste nachgebildete Charta der Freiheiten von C. erlassen. Die Pest versetzte dem Streben nach Erweiterung einen schweren Schlag. Zwei Siedlungen entstanden rund um zwei Schlösser. Das erste derselben stammt aus der Gründungsphase der Herrschaft, das zweite wurde nach 1250 errichtet. An dessen Stelle wurde 1560 das heutige, 1750 restaurierte Schloss gebaut. C. unterstand zunächst der Pfarrei von Hauteville und wurde dann 1636 unabhängig. Die der hl. Jungfrau geweihte Kirche vom Anfang des 17. Jh. wurde 1951 renoviert. Vor 1837 bestanden in C. drei Holzbrücken über die Saane, 1837 wurde eine Hängebrücke, 1931 eine Betonbrücke gebaut. 1932-76 war im Dorf eine Ziegelei in Betrieb. 1947 wurde bei der Schaffung des Greyerzersees ein Teil der Gemeindegüter überflutet.


Literatur
– R. Flückiger Ma. Gründungsstädte zwischen Freiburg und Greyerz, 1984, 71-96

Autorin/Autor: Patrice Borcard / EB