Chens-sur-Léman

Gem. in Hochsavoyen (F) am Ufer des Genfersees, an der Schweizer Grenze (Zoll in Chens-le-Pont). Strassendorf an der Strecke Hermance-Yvoire. Seit 1954 C., früher Chens. 1443 40 Haushalte; 1896 628 Einw.; 1990 1'063. Spuren aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. C. gehörte zur Kirchgemeinde Cusy, wo sich auch die Kirche befand. 1809 wurde in C. eine Kirche erbaut (1827 eingeweiht). Als Filiale von Hermance wurde Chens-Cusy 1865 eine selbstständige Pfarrei. Der Bau des ersten Schulhauses erfolgte 1825, ein Gemeindehaus, ein weiteres Schulhaus und ein Bürgermeisteramt wurden 1858 errichtet. Das ab 1889 bestehende Waisenhaus Saint-Joseph-du-Lac in Sous-Cusy schloss seine Tore 1927. Das Schloss Beauregard aus der Mitte des 13. Jh. unterstand bis Ende des 14. Jh. den Gf. von Genf; der letzte Besitzer war Gf. Robert. Im 17. Jh. (bis 1670) gehörte das Schloss der Fam. Budé von Genf. Bootssteg in Tougues.


Literatur
– H. Baud, J.-Y. Mariotte, Le Chablais, 1980, 308, (Neudr. 1994)
Chens-Cusy à travers les âges, 1986

Autorin/Autor: Anne-Marie Piuz / EB