15/04/2003 | Rückmeldung | PDF | drucken

Campoformio, Frieden von

Der Frieden von C. vom 17.10.1797 zwischen Österreich und der siegreichen Franz. Republik beendete den 1. Koalitionskrieg. Österreich verzichtete auf grosse Teile Oberitaliens (Cisalpinische Republik) und versprach, beim Rastatter Kongress der Abtretung der linksrhein. Reichsgebiete an Frankreich zuzustimmen. Im 6. Geheimartikel trat Österreich alle seine Besitzungen zwischen Bernau (Gem. Leibstadt) und Basel, darunter insbesondere das Fricktal, an Frankreich ab. Diese Gebiete sollten anschliessend der neu zu bildenden Helvet. Republik einverleibt werden. Frankreich erhielt in der Schweiz freie Hand, um den Sturz der alten Ordnung einzuleiten. In einer Vorausaktion besetzten am 14.12.1797 franz. Truppen den in der eidg. Neutralität eingeschlossenen südl. Teil des Fürstbistums Basel und eröffneten damit die militär. Besetzung der Schweiz (Franzoseneinfall).


Quellen
– H. Hüffer, F. Luckwaldt, Der Frieden von C., 1907
Literatur
HbSG, 774
– M. Jorio, Der Untergang des Fürstbistums Basel (1792-1815), 1982, 120-124

Autorin/Autor: Marco Jorio