14/09/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Sankt Jakob an der Sihl, Schlacht bei

Der Alte Zürichkrieg schien 1440 durch den Schiedsspruch der eidg. Orte beigelegt. Als aber Zürich 1442 mit Kg. Friedrich III. ein Ewiges Bündnis abschloss, werteten die Eidgenossen dies als Verrat. Die Feindseligkeiten entbrannten im Frühling 1443 aufs Neue. Schwyz und die inneren Orte schwächten Zürich bei verlustreichen Schlachten in Freienbach und auf dem Hirzel. Am 21.7.1443 sammelte sich das eidg. Heer, um 6'000 Mann stark, im Freiamt, das Zürcher Heer, verstärkt mit gegen 500 Reitern österr. Adels, stand beim Siechenhaus S. Am 22. Juli kam es zur Schlacht. Die Eidgenossen griffen von Albisrieden aus in der Front und an der linken Flanke an. Die Zürcher zogen sich in die Stadt zurück. Sie verloren 300 Mann, unter ihnen Bürgermeister Rudolf Stüssi. Die Stadt selbst wurde nicht eingenommen. Der Krieg dehnte sich 1444 weiter aus (u.a. Sankt Jakob an der Birs) und wurde erst 1450 beigelegt. Trotzdem besiegelte das kraftvolle Operieren der Eidgenossen die Vormacht von Schwyz am oberen Zürichsee und die Überlegenheit der eidg. Orte in den Vorderen Landen Österreichs.


Literatur
Ein "Bruderkrieg" macht Gesch., hg. von P. Niederhäuser, C. Sieber, 2006
– C. Sieber, «Politik, Verwaltung und Archiv», in ZTb 2007, 2006, 1-30

Autorin/Autor: Hans Stadler