Passwang

Name eines Bergkamms (1204 m) in der Gem. Mümliswil-Ramiswil (SO), aber auch des Verbindungswegs zwischen Beinwil (SO) und Mümliswil, später Ramiswil, dem Lüssel- und dem Guldental. Volksetymol. Umdeutung von 1480 boswand, 1699 Barschwang. 1252 als öffentl. Strasse bezeugt, erhält der P. erst spät verkehrstechn. Bedeutung. Um die Basler Zölle zu umgehen, baute Solothurn die Strasse im 18. Jh. aus. 1729-32 wurde die Lange Brücke bei Erschwil und der Damm bei Dürrenast gebaut. 1931-33 entstand der Scheiteltunnel; die Strasse führte nun über Ramiswil. Mit dem Bau der Autobahn verlor die Passwangstrasse an Bedeutung, bleibt aber die kürzeste Verbindung zwischen dem südl. und nördl. Kantonsteil.


Literatur
– U. Wiesli, «Die alte Passwangstrasse», in Jurabl. 57, 1995, 185-189
– D. Wunderlin, Wasserfallen-P., ein Reise(ver)führer, 1998
– M. Gasser, Die Hohe Winde, 2002, 129, 142-149
– R.M. Kully, «Der Bergname P.», in BHBl 72, 2007, 185-188

Autorin/Autor: Lukas Schenker