17/04/2001 | Rückmeldung | PDF | drucken

Albispass

Der A. (791 m) war die bedeutendste Verbindung zwischen Zürich und der Innerschweiz. Er tritt relativ spät in den Quellen auf. Chroniken berichten von seiner Funktion im Alten Zürichkrieg. Ausdrückl. als Pass ist er erst 1492 erw. (Zürcher Ratsbeschluss über den Strassenunterhalt). Noch 1713 hält ein Gutachten an die zürcher. Militärbehörden fest, dass Transporte über den A. einfacher und billiger seien als über Birmensdorf oder Horgen. Daher hat der A. in den schweiz. Kriegen vom 15.-19. Jh. wiederholt eine Rolle gespielt, und in den Reiseführern des 19. Jh. wird er immer erwähnt. Mit dem Ausbau anderer Verkehrswege (Bahnlinien nach Zug, Sihltalstrasse) minderte sich seine Bedeutung. Die bestehende Passstrasse folgt im Wesentl. dem Trassee von 1835-39. Dem alten Übergang entspricht der heutige Fussweg.


Literatur
– T. Schweizer, IVS-Dok., Bl. 1111: Albis, 1990

Autorin/Autor: Heinzpeter Stucki