Landquart (Fluss)

Fluss im Kt. Graubünden. 1050 ad fluvium langorum, um 1300 Langwar. Die L. entspringt im Silvretta- und Vereinamassiv, durchfliesst das Prättigau und mündet beim Dorf L. in den Rhein. In röm. Zeit und im MA begrenzte sie den weltl. und kirchl. Verwaltungsbez. Obere Brücke, ab dem 10. Jh. mit bischöfl. Zoll. 1464, 1762, 1910 und 1927 richteten die L. und ihre Nebenflüsse schwere Hochwasserschäden an. Das Übertreten des Flusses wurde ab Anfang des 18. Jh. mit rudimentären Mitteln, ab 1870 mit Schutzbauten und Kolmatierungsanlagen bekämpft. Bis 1900 wurden so ca. 2 Mio. m2 Kulturland gewonnen. Bis um 1870 wurde Brenn- und Bauholz geflösst. 1889-1903 entstanden kleine private Elektrizitätswerke in Klosters, Grüsch, L. und Malans. Der Bau der Wasserkraftwerke Küblis, Klosters und Schlappin 1920-27 der Bündner Kraftwerke AG war von grosser volkswirtschaftl. Bedeutung für das Prättigau.


Literatur
– C. Clavuot, J. Ragettli, Die Kraftwerke im Kt. Graubünden, 1991
– M. Thöny, Prättigauer Gesch., 21991

Autorin/Autor: Otto Clavuot