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Beyer, Eugène

geboren 8.2.1817 Strassburg,gestorben 1893 Nîmes, Franzose. Kunstmaler, Abgeordneter des Dep. Bas-Rhin in der franz. Kammer. Da er nach dem gescheiterten republikan. Aufstand vom 13.7.1849 in Gefahr schwebte, flüchtete er in die Schweiz und nahm an den Exilantentreffen in Genf und in der Waadt teil. Im Kt. Bern interniert, tauchte er unter und unterzeichnete den Protest gegen das Internierungsdekret, worauf er im März 1851 aus der Schweiz ausgewiesen wurde. Er hielt sich jedoch heimlich in Genf auf (mit einem Pass auf den Namen Leicht) und stellte dort im Herbst 1851 seine Bilder aus. Im Dez. 1851 unterzeichnete er den Aufruf zum bewaffneten Widerstand gegen den Staatsstreich Louis Napoleon Bonapartes, kam bis nach Basel, konnte aber nicht ins Elsass einreisen. Er flüchtete zuerst nach Spanien, dann nach Genua. Nach einer halbseitigen Lähmung erhielt er 1855 die Erlaubnis, nach Frankreich zurückzukehren. 1870-75 lebte er in Carouge (GE).


Literatur
– H. Bessler, La France et la Suisse de 1848 à 1852, 1930

Autorin/Autor: Marc Vuilleumier / GG