Brandenburger Frieden

Friedensabkommen im Krieg von 1351-52 zwischen Hzg. Albrecht II. von Österreich und der Stadt Zürich mit ihren Innerschweizer Bündnispartnern, benannt nach dem Vermittler Ludwig, Hzg. von Bayern, Markgf. von Brandenburg und Gf. von Tirol. Beurkundet vom 1.-23.9.1352 in den beteiligten Orten. Nach den Bestimmungen des B.s wurden die Ausbürger Zürichs und Luzerns aus dem Bürgerrecht entlassen, herrschaftl. und grundherrl. Rechte Österreichs wiederhergestellt, die beschlagnahmten Güter restituiert, die Geldschulden gegenseitig anerkannt und die Gefangenen freigelassen. Die österr. Hoheitsrechte in Schwyz und Unterwalden blieben, durch unklare Formulierung vertuscht, ungeklärt. Der B. fand auf beiden Seiten wenig Beachtung. Nach dem Scheitern der Vermittlung Kg. Karls IV. (1353-54) brach der Krieg 1354 erneut aus.


Quellen
QW I/3, Nr. 1000-1007, 1009-1021
– A. Tschudi Chronicon Helveticum, Tl. 5, bearb. von B. Stettler, 1984, 76-92
Literatur
– B. Meyer, Die Bildung der Eidgenossenschaft im 14. Jh., 1972, 131-140, 148-157
GKZ 1, 475 f.

Autorin/Autor: Gertraud und Rudolf Gamper