18/08/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Mézières (FR)

Polit. Gem. FR, Glanebez., an der Strasse Romont-Bulle gelegen. 1179 de Maseriis. 1811 278 Einw.; 1850 322; 1900 406; 1950 421; 1980 461; 2000 674. In M. stiess man auf Überreste einer röm. Villa. Die am Ende des 14. Jh. entstandene Herrschaft M. unterstand bis 1536 dem Hause Savoyen, dann Freiburg und gehörte bis 1547 der Fam. de Bonvillars, anschliessend wechselnden Besitzern, u.a. 1627-54 und 1756-98 den von Diesbach von Freiburg sowie dem Burgerspital Freiburg. 1536-1798 war sie Teil der Vogtei Romont, 1798-1848 des gleichnamigen Bezirks. Das ab 1179 erw. Schloss wurde im 18. Jh. von den von Diesbach umgebaut. Es blieb bis 1871 im Besitz der Fam. und ist mit aussergewöhnl. Tapeten aus dem 18. (Manufaktur Réveillon aus Paris) und 19. Jh. ausgestattet. Die Pfarrei und die Kirche St. Petrus in Fesseln sind 1228 erstmals bezeugt. 1937-39 erfolgte der Neubau des Gotteshauses. Zu Beginn des 21. Jh. arbeiteten mehr als zwei Drittel der Bevölkerung von M., das früher ausschliesslich auf die Landwirtschaft ausgerichtet war, ausserhalb der Gemeinde.


Literatur
– B. de Vevey, Châteaux et maisons fortes du canton de Fribourg, 1978, 239-242
– A.-C. Page Loup, «Trésors de papier peint au château de M. (FR)», in ZAK 47, 1990, 341-356

Autorin/Autor: Evelyne Maradan / AHB