Massonnens

Polit. Gem. FR, Glanebez., auf einer Geländeterrasse über dem rechten Ufer der Neirigue gelegen, das Dorf M. sowie den Weiler Ferlens umfassend. 929-930 Mansaningis oder Massaningis. 1811 282 Einw.; 1850 344; 1900 377; 1950 413; 1980 316; 2000 403. Gräber unbestimmter Datierung, Einzelfunde aus röm. Zeit. Im MA bildete M. eine kleine Herrschaft. Im 13. und 14. Jh. ist ein Adelsgeschlecht dieses Namens belegt. 1532 verkaufte François de Billens, Herr von Macconnens, der Stadt Freiburg alle Grundzinsen, die er in M. besass. So kam das Dorf zur Vogtei Pont-Farvagny, wo es bis 1798 blieb. 1798-1803 war M. dem Bez. Romont, 1803-48 dem Bez. Farvagny eingegliedert. Kirchlich gehörte M. zu Orsonnens, bis es 1665 zu einer selbstständigen Pfarrei erhoben wurde. Die Kapelle Saint-Maurice ist 1540 erstmals belegt. Die 1672 geweihte Kirche Saint-Maurice wurde 1857 durch einen Neubau ersetzt. 1888 wurde die Milchgenossenschaft gegründet. 2000 bestanden noch 24 v.a. auf die Viehzucht ausgerichtete Bauernbetriebe. In M. waren 2007 eine mechan. Werkstätte, ein Transportunternehmen und ein Spezialschuhgeschäft (ehem. Gerberei) angesiedelt.


Literatur
Dellion, Dict. 8, 337-350
– P. Deillon, M., Ms., 1984, (Kollegium St. Michael, Freiburg)

Autorin/Autor: Evelyne Maradan / AHB