Rhodanische Republik

Nach dem Sieg der franz. Truppen im März 1798 sollte die alte Eidgenossenschaft in die drei Republiken Helvetien, Tellgau und Rhodanien oder R. eingeteilt werden. Die Idee stammte vom franz. Direktorium und wurde von Félix Desportes, einem franz. Residenten in Genf, unterstützt. Die vom Kommandanten der franz. Truppen in der Schweiz, General Guillaume Brune, verfügte Teilung wurde nie umgesetzt. Der Plan sah Lausanne als Hauptort der R. sowie deren Gliederung in die fünf Kt. Léman, Saane und Broye, Oberland, Wallis und Tessin vor. Das Projekt traf auf starken Widerstand, und Frédéric-César de La Harpe intervenierte energisch beim Direktorium in Paris. Schon am 15.3.1798 gab dieses seinen Plan auf, um auf die ursprüngl. Idee einer einzigen und unteilbaren Helvetischen Republik zurückzukommen.


Quellen
Correspondance de Frédéric-César de La Harpe sous la République helvétique, hg. von J.C. Biaudet, M.-C. Jequier, Bd. 1, 1982; 2, 1985
Literatur
– E. Mottaz, «La République rhodanique», in ZSG 27, 1947, 61-79

Autorin/Autor: Etienne Hofmann / GL