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Lussy (FR)

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Ehem. polit. Gem. FR, Glanebez., 2005 mit Villarimboud zur Gem. La Folliaz fusioniert, nordöstlich von Romont gelegen, bestehend aus dem Strassendorf L. und verstreuten Einzelhöfen. 12. Jh. Lussiei. 1811 179 Einw.; 1850 226; 1900 297; 1950 300; 2000 366. Bronzene Minervastatuette, Spuren einer galloröm. Villa, über 100 frühma. Gräber. Das Kloster Hauterive verfügte über eine grosse Grangie in L. sowie versch. Grundstücke, die vom 12. bis 14. Jh. durch Schenkungen und Käufe in seinen Besitz gekommen waren. Bis 1536 gehörte L. zur Grafschaft Romont, 1536-1798 zur Vogtei Romont und 1798-1848 zum gleichnamigen Bezirk. Das Dorf war stets nach Villaz-Saint-Pierre pfarrgenössig. Die ab 1649 bezeugte, Johannes dem Täufer geweihte Kapelle wurde 1784 restauriert und 1925 erweitert. Die Gem. hat ihren landwirtschaftl. Charakter bewahrt. 2003 gab es 14 Bauernhöfe, die v.a. Milch, Mais und Raps produzierten, doch entwickelt sich L. immer mehr zu einer Wohngemeinde. Montagne de L. ist Standort eines Ausbildungs- und Schiessplatzes der Armee.


Literatur
– J. Wicht, L., Ms., 1981, (Kollegium St. Michael, Freiburg)
– G. Bourquenoud, «L.», in Fribourg illustré 2, 1992, 13-16

Autorin/Autor: Evelyne Maradan / GL