Grangettes

Polit. Gem. FR, seit 1848 Glanebez., an der Südwestflanke des Mont Gibloux am rechten Ufer der Neirigue gelegen. 1147-54 de Grangetes. 1811 148 Einw.; 1850 190; 1900 186; 1950 179; 2000 157. Das im 12. Jh. erwähnte Schloss der Herren von G. brannte 1476 ab; Reste sind nicht erhalten. Im MA war G. Mittelpunkt einer kleiner Herrschaft, die aus einem Teil von Le Châtelard, Estévenens, La Neirigue sowie einem Teil von Villariaz bestand (die letzten drei wurden später mit Vuisternens-devant-Romont zusammengelegt). Während des 15. und 16. Jh. war der Ort im Besitz versch. Familien (Lullin, Rovéréa, Reynold, Koenig, Boccard). 1536-1798 gehörte G. zur Vogtei Romont, dann bis 1848 zum Bez. Romont. Vormals Filialkirche von Vuisternens, bildete G. 1626 eine Pfarrei mit Le Châtelard. Die Kirche Saint-Maurice von 1430 (1770 Brand, 1773 Wiederaufbau, 1983 Restaurierung) verfügt u.a. über ein schönes Feldkreuz mit Doppeldarstellung (Kalvarienberg, durch einen Engel gekrönte Maria mit Kind) aus dem 16. Jh. und vier 1984 von Anselmo Francesconi gestaltete Fenster. G. hat seinen landwirtschaftl. Charakter bewahrt (11 Betriebe 2001, hauptsächlich Viehzucht und Milchwirtschaft).


Literatur
– B. de Vevey, Châteaux et maisons fortes du canton de Fribourg, 1978, 164-169
– E. Chatton, Nouveaux signes du sacré, 1986, 115-134

Autorin/Autor: Evelyne Maradan / AL