• <b>Liebegg</b><br>Das Schloss Mitte des 18. Jahrhunderts. Radierung aus  David Herrlibergers   "Neue und vollständige Topographie der Eydgnoßschaft", 1754 (Universitätsbibliothek Bern, Sammlung Ryhiner). Bis zum Ende des Ancien Régime gehörten das Schloss und seine Nebengebäude, damals im Besitz der Familie Graviseth, zur bernischen Landvogtei Lenzburg.

Liebegg

Stammburg der Herren von L., im Süden der Gem. Gränichen AG gelegen, sowie kleine Twingherrschaft. 1241 erstmals erwähnt. Nach dem Aussterben der von L. 1433 gingen Burg und Twingherrschaft an das Geschlecht von Luternau, dann 1602 an Marx Escher von Zürich über. 1615 erwarben die von Graviseth den Besitz, den sie - mit einer Unterbrechung zwischen 1668 und 1707 - bis 1772 innehatten. Die nächsten Besitzer, die von Diessbach, verkauften die Burg 1875 an die Fam. Hunziker aus Aarau, von der sie 1946 an den Kt. Aargau gelangte. Das Schloss diente 1983-98 als kant. Lehramtsschule; im angegliederten Gut wurde 1958 eine kantonale landwirtschaftl. Schule eingerichtet. Von der ehem. Doppelburg sind kaum mehr Spuren erhalten. An Stelle der sog. alten Burg auf dem höchsten Punkt des Hügels steht heute ein spätgot. Wohnturm, das Luternauhaus (1561-62), an Stelle der tiefer gelegenen neuen Burg der untere Schlosshof, ein Geviert mit türmchenbewehrter Toranlage, Laubentrakt, Turm, Scheune, Gärtnerei- sowie Herrenhaus (Gebäude 17.-19. Jh.). Die Anlage wurde mehrfach renoviert.

<b>Liebegg</b><br>Das Schloss Mitte des 18. Jahrhunderts. Radierung aus  David Herrlibergers   "Neue und vollständige Topographie der Eydgnoßschaft", 1754 (Universitätsbibliothek Bern, Sammlung Ryhiner).<BR/>Bis zum Ende des Ancien Régime gehörten das Schloss und seine Nebengebäude, damals im Besitz der Familie Graviseth, zur bernischen Landvogtei Lenzburg.<BR/>
Das Schloss Mitte des 18. Jahrhunderts. Radierung aus David Herrlibergers "Neue und vollständige Topographie der Eydgnoßschaft", 1754 (Universitätsbibliothek Bern, Sammlung Ryhiner).
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Literatur
Kdm AG 1, 1948, 156-159
– M.L. Heyer-Boscardin, W. Meyer, Burgen der Schweiz 8, 1982, 87 f.

Autorin/Autor: Hans Walti