22/07/2013 | Rückmeldung | PDF | drucken

Jolimont

Der 4 km lange Hügelzug am Flusslauf der Zihl zwischen dem Neuenburger- und dem Bielersee liegt an einem wichtigen Wasserweg. Eingebettet in eine archäologisch reiche Kulturlandschaft geriet er bereits im 19. Jh. ins Blickfeld lokaler Forscher. Einzelfunde aus fast allen Epochen, vermutete Wallanlagen unbestimmter Datierung und römerzeitl. Siedlungsreste zeugen von der Anwesenheit des Menschen auf dem flachen Höhenrücken. Drei 1847 geöffnete Grabhügel enthielten mehrere Körperbestattungen mit Beigaben aus der mittleren Bronzezeit (ca. Mitte des 2. Jt. v.Chr., darunter Männergräber mit Waffen), und aus der Hallstattzeit (um 500 v.Chr.). Eindrücklich ist eine Ansammlung grosser errat. Blöcke, die man früher als prähist. Kultstätte gedeutet hat. Entlang des Südfusses des J. führte vermutlich eine röm. Strasse über den südl. Seerücken des Bielersees nach Studen (Petinesca). In deren Einzugsgebiet liegt der röm. Gutshof im Steiacher (Gem. Tschugg).


Literatur
– H.-M. von Kaenel et al., «Das Seeland in ur- und frühgeschichtl. Zeit», in Jb. der Geogr. Ges. von Bern, 53, 1977-79, 71-165

Autorin/Autor: Felix Müller (Bern)