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Berlens

Polit. Gem. FR, Glanebez. Auf einer Erhebung östl. von Romont (FR) gelegenes Haufendorf und Einzelhöfe. 1157-62 Berlens, dt. früher Berlingen. 1811 96 Einw.; 1850 131; 1880 205; 1900 171; 1950 178; 1980 125; 2000 237. Cono von Stäffis schenkte dem Kloster Hauterive das Lehen seines Gefolgsmanns Philippe de Cottens, das Güter in B. und anderen Dörfern umfasste. Die Herrschaft B. gehörte zuerst den Herren von Stäffis, im 16. Jh. den Englisberg, 1592-1752 den von der Weid, danach bis 1830 den Castella. Die Burg wurde 1388 von den Bernern belagert. Von 1536 an gehörte B. zur Vogtei Romont, 1798-1848 zum gleichnamigen Distrikt. Die Pfarrei ist erstmals 1228 erw.; 1956 wurde ihr La Neirigue angeschlossen. Das Kollaturrecht stand den Hzg. von Savoyen, dann dem Bf. von Lausanne und von 1536 an den Inhabern der Herrschaft B. zu. Die Kirche Notre-Dame (12.-14. Jh.) wurde im 17. Jh. zum Wallfahrtsort Notre-Dame de l'Epine. Sie wurde 1661 nach einem Dorfbrand umgebaut. Eine neue Kirche wurde 1963 geweiht. Bis heute werden v.a. Viehzucht und Futtermittelbau betrieben.


Literatur
– Dellion, Dict. 2, 113-132
La Liberté, 29.8.1961; 30.8.1961
– G. Pfulg, Notre-Dame de l'Epine à B., Ms., 1980, (KUBF)

Autorin/Autor: Marianne Rolle / AA