Gallia Cisalpina

Das Gebiet zwischen Alpen, Apennin und Adria nannten die Römer nach den vom 6. bis 4. Jh. v.Chr. eingewanderten Keltenstämmen G. (Gallien diesseits der Alpen), im Gegensatz zur Gallia Transalpina (Gallia). Die Grenze zu Italien bildete der Fluss Rubico (bei Rimini). Im frühen 2. Jh. v.Chr. von Rom erobert, wurde die G. zur konsularen Provinz; röm. und latin. Kolonien wurden gegründet und Bündnisse mit Keltenstämmen geschlossen. 89 v.Chr. wurde die G. rechtlich teilweise, 42 v.Chr. vollständig romanisiert und mit Italien vereinigt; Veltlin, Bergell und Sottoceneri gehörten zu Italien. Augustus teilte die G. in vier regiones ein.


Literatur
– G. Luraschi, Foedus, Ius Latii, Civitas, 1979
La città nell'Italia Settentrionale in età romana, 1990
– M. Denti, I Romani al nord del Po, 1991

Autorin/Autor: Regula Frei-Stolba