11/12/2014 | Rückmeldung | PDF | drucken

Reuchenette, La

Teil der polit. Gem. Péry BE, die an der Schüss südlich von Péry und nördlich von Rondchâtel liegt. 1654 liess der Basler Fürstbf. Johann Franz von Schönau in La R. einen Hochofen bauen, den er 1693 zum Adelslehen erhob. Das Lehen kam an die Fam. Chemilleret, die es bis zu ihrem Aussterben 1756 behielt. Nachdem das Lehen an den Fürstbischof zurückgefallen war, verpachtete er es an einen in der Eisenproduktion tätigen Elsässer und später an den Meier von Courtelary. 1782 umfasste das Lehen eine Eisenhütte, ein Wohnhaus, einen Gasthof und eine an Sämischgerber aus Biel verpachtete Walke. Während zweier Jahrzehnte wurde in La R. auch ein Bad betrieben. Unter der franz. Herrschaft 1798-1813 wurde La R. zum Nationalgut erklärt und das Adelslehen abgeschafft. Bis 1867 betrieb die Société des forges d'Undervelier die Hütte. 1890 errichtete die Solothurner Portlandzementfabrik Vigier in La R. ein Werk. Zu Beginn des 21. Jh. produzierte die Vigier Zement AG, die seit 1995 zur Vigier Holding AG gehört, mit ihren 125 Angestellten jährlich 600'000 t Zement.


Literatur
– H. Rennefahrt «Das Bergwerk in der R.», in AHVB 50, 1966, 3-56
– J. Luterbacher, Péry, 1984, 46-93

Autorin/Autor: Anne Beuchat-Bessire / CBA