Ballenberg

Teil der polit. Gem. Brienzwiler und Hofstetten BE. Auf einem hügelig-waldigen Gelände über dem Aaretal wurde 1978 das "Schweiz. Freilichtmuseum B. für Kultur" eröffnet. Träger ist eine 1968 gegr. private Stiftung. Vorgestellt werden charakterist. schweiz. Hauslandschaften mit Haus- und Hofgruppen, in denen die versch. Wirtschaftsgebäude gemäss der ehem. Betriebsform angeordnet sind. Das Innere der Häuser ist mit entsprechendem Mobiliar und traditionellem Arbeitsgerät ausgestattet. Neben vielen Aspekten bäuerl. Lebens (u.a. Backen, Dörren, Räuchern, Keltern, Waschen) werden bäuerl. Nebengewerbe (Köhlerei, Kalkbrennerei), traditionelle Handwerke (Schuhmacherei, Schnitzlerei, Korbflechterei, Töpferei, Kunstschmiede) und Gewerbe (Mühle, Sägerei, Stampfen, Käserei) sowie Formen ländl. Heimarbeit (Spinnen, Weben, Wirken, Klöppeln, Uhrmacherei) vorgestellt. Das Museumskonzept der Initiatoren Max Gschwend (erster Museumsleiter) und Gustav Ritschard beinhaltet ferner, dass Handwerke und Tätigkeiten vorgeführt sowie hist. Nutzpflanzen (Gemüse, Kräuter, Getreidearten) und die gesamte Palette der Bauernhoftiere (besonders vom Aussterben bedrohte Rassen) gezeigt werden.


Literatur
20 Jahre Schweiz. Freilichtmus. B., 1998

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler