Nuvilly

Polit. Gem. FR, Broyebez., im südlichsten Teil der Enklave Estavayer-le-Lac über dem Broyetal gelegen. 1242 Nuovillie. 1811 262 Einw.; 1850 390; 1900 389; 1950 318; 1970 238; 2000 294. 1242 besass Cono von Stäffis in N. ein Landgut. Ab dem 14. Jh. war N. Teil der Herrschaft Estavayer (Teilherrschaft Chenaux). Im 15. bis 17. Jh. besassen die Herren von La Molière gewisse Nutzungsrechte. 1338 brandschatzten Bewohner von Payerne das Dorf. Nach den Burgunderkriegen fiel N. unter freiburg. Herrschaft. Ab 1536 gehörte es zur Vogtei, 1798-1803 zum Bez. Estavayer, anschliessend bis 1848 zum Bez. Surpierre. N. war nach Cugy (FR) kirchgenössig und wurde 1586 eine eigene Pfarrei, die bis 1878 auch Aumont umfasste. Die Kollatur hatte das Kloster Hauterive inne. 1317 ist eine Kapelle bezeugt. Die neue Kirche Saint Jacques wurde 1687 erbaut. 1642 brannte das Dorf nieder. Vom frühen 18. Jh. an gab es in N. eine Schule. Wirtschaftlich ist N. von Getreidebau und Viehzucht geprägt, 2005 stellte der 1. Sektor 60% der Arbeitsplätze.


Literatur
– Dellion, Dict. 9, 32-43
– J.P. Grangier, Annales d'Estavayer, 1905
Fribourg illustré, 1987, Nr. 8, 15-19
– I. Andrey, Restaurons l'église baroque de N.!, 2006

Autorin/Autor: Marianne Rolle / GL