Abländschen

Weiler in der polit. Gem. Saanen BE. Die Streusiedlung A. liegt im obersten, sonst freiburg. Jauntal, am Ostabhang der Gastlosen. 1703 80 Einw.; 1764 110; 1888 132; 1910 96; 1970 47; 1990 52. Das Gebiet kam 1555 mit der Kirchgem. Saanen von den Gf. von Greyerz an Bern. Von Saanen her war und ist A. indes schlecht zu erreichen, heute nur von Boltigen aus über den Jaunpass auf einer öffentl. Fahrstrasse (Landwirtschaftsstrasse nach Saanen). Zur besseren Betreuung der abgelegenen Siedlung erhob Bern die seit 1556 ref. Kapelle A. 1704 in den Rang einer Pfarrkirche. Landwirtschaft (Viehzucht, Milch-, Alpwirtschaft) blieb bis heute wichtigster Erwerbszweig. Rund ein Drittel der Höfe sind kombinierte Heim-, Maiensäss- und Alpbetriebe. Alle Landwirte gehen heute neben- oder hauptberufl. einem zweiten Erwerb nach, u.a. in der Forst- und Alpwirtschaft, im Familien- und Jugendtourismus (Skilifte, Ferienheim) oder als Wochenpendler.


Literatur
– H. Müller, Regionalstud. Jaun-A., 1973

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler