03/07/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Murist

Polit. Gem. FR, Broyebez., in der freiburg. Exklave um Estavayer-le-Lac gelegen. Die Gem. schloss sich 1981 mit Montborget und La Vounaise und 1992 mit Franex unter dem Namen M. zusammen. 1228 Muris. 1811 180 Einw.; 1850 258; 1900 281; 1950 276; 1980 171; 2000 431. Turm von La Molière aus dem 14. Jh., auf älteren Fundamenten. Im MA war M. dem Gewohnheitsrecht von Moudon unterworfen. Als Teil der Herrschaft La Molière gehörte M. 1536-1798 zur Vogtei Font, 1798-1803 und 1817-48 zum Bez. Estavayer, 1803-17 zum Bez. Surpierre sowie seit 1848 zum Broyebezirk. Bis 1816 bildete der Ort mit Montborget und La Vounaise die Grossgemeinde M.-La Molière. Die Pfarrei wird 1228 erwähnt; die Kollatur hatten die Kaplane von Saint-Nicolas in Lausanne und dann 1536-1867 der Stand Freiburg inne. Die Kirche Saint-Pierre wurde 1687 vergrössert; den heutigen Bau errichtete 1937-38 Fernand Dumas. 1798 besetzte eine kleine Armee von M., Montborget und La Vounaise das Schloss von Vuissens und verjagte den Vogt. Das Archiv wurde 1802 von den Bourla-Papey verbrannt. Bei La Molière wird seit dem MA Muschelsandstein gebrochen. M. verfügt über einen Milchproduzentenverband (1956) und ein Metallbauunternehmen (1966) und zählte 2000 28 landwirtschaftl. Betriebe.


Literatur
– Dellion, Dict. 8, 542-549
– E. Bise, Notice sur la paroisse de M. et la seigneurie de la Molière, 1910
– M. Perret, La voix des morts, 1950
– B. de Vevey, Châteaux et maisons fortes du canton de Fribourg, 1978, 212-217
– S. Renevey, M. La Molière, Ms. 1984, (Kollegium St. Michael, Freiburg)

Autorin/Autor: Marianne Rolle / BE