Ménières

Polit. Gem. FR, Broyebez., in der freiburg. Exklave um Estavayer-le-Lac gelegen. 1228 hospitale de Meinires. 1811 155 Einw.; 1850 245; 1900 305; 1950 277; 1980 233; 2000 297. Einzelfunde aus dem Neolithikum, Spuren einer röm. Siedlung. Siechenhaus mit Weiler, genannt Hôpital, der Abtei Payerne. Im MA gehörte M. den Herren von La Molière. Nachdem die Herrschaft im 14. Jh. an versch. Besitzer gelangt war, kam sie im 15. Jh. in die Hände der Herren von Cugy. 1658 wurde sie von Freiburg aufgekauft; sie bildete dann bis 1798 einen Teil der Vogtei Estavayer. 1798-1803 war M. dem Bez. Estavayer angegliedert, 1803-48 dem Bez. Surpierre und kam 1848 zum Broyebezirk. Von der 1228 erw. Pfarrei M. löste sich Fétigny 1796. Wegen der Pfarreizehnten kam es zu zahlreichen Konflikten zwischen der Abtei Payerne und Bern. Die 1660 wieder aufgebaute und 1937 umgestaltete Kirche war zuerst dem hl. Hilarius, dann dem hl. Dionysius geweiht. In M. wurde 1907-10 die erste Güterzusammenlegung des Kantons durchgeführt. Die Kiesgruben, eine mechan. Werkstätte und eine Generalbauunternehmung bieten Arbeitsplätze an. 2000 bestanden 14 landwirtschaftl. Betriebe (Viehzucht, Getreide- und seit 1740 Tabakanbau).


Archive
– StAFR, Kartei
Literatur
Dellion, Dict. 8, 380-400
– G. Guisolan, M., Ms., 1982, (Kollegium St. Michael, Freiburg)

Autorin/Autor: Marianne Rolle / AHB