• <b>Verbier</b><br>Werbeplakat für den Sessellift von Médran, die erste Seilbahn des Kurorts, gestaltet von  Martin Peikert,   1951 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).

Verbier

Dorf und Kurort der polit. Gem. Bagnes VS. 1798 263 Einw.; 1850 252; 1900 318; 1960 772; 2000 2'395. Eine ab 1287 erw. Burg wurde wahrscheinlich 1476 durch die Oberwalliser Zenden zerstört. V. war eine von acht Sektionen von Bagnes. Kirchlich gehörte V. bis 1962 zu Bagnes, als es aufgrund der tourist. Entwicklung in eine eigene Pfarrei umgewandelt wurde. Die 1973 im Dorf neu gebaute Kirche Saint-Barthélemy ersetzte die Kapelle von 1686. Von den insgesamt sieben Gotteshäusern in V. befinden sich die 1954 errichtete ref. Kirche und die 1969 eingeweihte Kirche Notre-Dame im Kurort. Dieser entwickelte sich ab den 1930er Jahren (1945 27 Einw.) oberhalb des Dorfs auf Maiensässen und im Alpgebiet. 1927 wurde das erste Hotel eröffnet und 1937 der Kurverein gegründet. Ab 1947 war der erste Skilift und ab 1950 der erste Sessellift in Betrieb. Die Strasse erreichte 1935 das Dorf und den Kurort 1949. 1975 wurde V. durch eine Gondelbahn mit Le Châble verbunden. Der Kurort wuchs rasant; 2010 zählte er rund 30'000 Fremdenbetten, v.a. in luxuriösen Zweitwohnungen, und über 900'000 Logiernächte (1950 5'400). Das Skigebiet ist Teil des Verbunds der Quatre Vallées V., Nendaz, Thyon und Veysonnaz. V. organisiert bedeutende Anlässe wie seit 1994 das Verbier Festival der klass. Musik und seit 1996 Xtreme für Freerider (Tiefschneefahren).

<b>Verbier</b><br>Werbeplakat für den Sessellift von Médran, die erste Seilbahn des Kurorts, gestaltet von  Martin Peikert,   1951 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>
Werbeplakat für den Sessellift von Médran, die erste Seilbahn des Kurorts, gestaltet von Martin Peikert, 1951 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
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Literatur
– B. Deslarzes, V., tourisme et mutation, 1930-1960, 1998

Autorin/Autor: Jean-Yves Gabbud / ASCH