Wildern

Ehem. Burg und Freisitz in der Gem. Affeltrangen TG, auf dem südöstl. Ausläufer des Immenbergs oberhalb Zezikon gelegen. Die Burg, Sitz der im toggenburg. Dienst stehenden Herren von Wildenrain, gelangte 1348 mit Gütern und Rechten in W. und Zezikon an die Johanniterkomturei Tobel. Diese soll die Burg dem Zerfall überlassen haben. Unweit davon liess der Statthalter von Tobel, Diethelm Blarer von Wartensee, 1571 das Schloss W. bauen, das die regierenden Orte 1572 als Freisitz bestätigten. Die Gerichtsherrschaft gelangte über Vererbung und Kauf (u.a. 1651 an Hans Holzhalb) 1684 an das Kloster Fischingen (bis 1848). Johann Heinrich Im Thurn erwarb das landwirtschaftl. Gut 1851 vom Kt. Thurgau und liess das verwahrloste Gebäude erneuern.


Literatur
Kdm TG 2, 1955, 394-396
– B. Giger, «Gerichtsherren, Gerichtsherrschaften, Gerichtsherrenstand im Thurgau vom Ausgang des SpätMA bis in die frühe Neuzeit», in ThBeitr. 130, 1993, 5-216, v.a. 122 f.

Autorin/Autor: Erich Trösch