Thurberg

Burg und ehem. Freisitz in der polit. Gem. Weinfelden TG, auf dem Ottenberg, nordwestlich von Weinfelden. Die Burg war Sitz der Herren von T. 1275 wird Turberch erstmals erwähnt. Im 14. Jh. stand T. im Besitz der Frh. von Klingen und gehörte 1395-1413 den Frh. von Enne. 1413 wird T. als Burgstall und als abt-sankt-gall. Lehen bezeichnet. Dieses lag 1413-63 in den Händen der Herren von Tettikofen und kam nacheinander an die Lanz von Liebenfels, die Herren von Schellenberg und von Schwarzach. T. umfasste 1575 Burg, Burgstall und den Twing und Bann. Der von Georg Joachim Zollikofer 1644 neu errichtete Freisitz wurde 1645 von einem Sturmwind zerstört. Das an dessen Stelle erstellte Schlösschen mit Kuppeltürmen besass 1711-56 die Fam. Högger, danach die Fam. Wegelin von St. Gallen. 1827 zerstörte ein Blitz das Schloss teilweise. Das heutige Restaurant T. eröffnete 1910 seinen Betrieb.


Literatur
– B. Giger, «Gerichtsherren, Gerichtsherrschaften, Gerichtsherrenstand im Thurgau vom Ausgang des SpätMA bis in die frühe Neuzeit», in ThBeitr. 130, 1993, 5-216, v.a. 115 f.
Thurgauer Ztg., 10.6.1998
Archäologie im Thurgau 16, 2010, 349-351

Autorin/Autor: Erich Trösch