Gletterens

Polit. Gem. FR, seit 1848 Broyebez., abseits der grossen Verkehrsachsen am Neuenburgersee gelegen. 1239 Lieterins. 1811 160 Einw.; 1850 251; 1900 235; 1950 251; 1970 176; 1990 328; 2000 536. Neolith. Ufersiedlung, die drei Dörfer umfasste (Horgener und Cortaillodkultur). Ab dem 14. Jh. war G. ein Lehen der Herrschaft Montagny. Die Freiburger Regierung gliederte es 1478 in die Vogtei Montagny ein und kaufte 1724 einige Feudalrechte von Jean-Jacques Dubey von Grandcour. 1798-1803 gehörte G. zum Bez. Avenches, ab 1803 zum Bez. Montagny und 1830-48 zum Bez. Dompierre. Kirchlich war es zunächst eine Filiale von Carignan und wurde erst 1858 eine eigene Pfarrei. Die Kapelle wird 1642 erstmals erwähnt. Der Bau der Kirche Mariä Himmelfahrt erfolgte 1877-78. Bis etwa 1940 wurde Fischerei betrieben. Die Gem. förderte den Tourismus und den Bau von Ferienhäusern. 1963 entstand ein Bootshafen mit 250 Liegeplätzen, 1970 ein Campingplatz und 1998 ein nachgebautes Pfahlbaudorf.


Literatur
Dellion, Dict. 6, 524-527
Histoire et archéologie 62, April 1982, 26-29
– S. Jäggi, Die Herrschaft Montagny, 1989

Autorin/Autor: Marianne Rolle / EM