• <b>San Bernardino (Siedlung)</b><br>Ansicht der Siedlung von Süden. Zeichnung von  Johann Jakob Meyer,  kolorierte Aquatinta von Rudolf Bodmer für den in Zürich veröffentlichten Reiseführer "Die Bergstrassen durch den Canton Graubündten nach dem Langen- und Comersee", 1826 (Schweizerische Nationalbibliothek). Kurz vor 1826 konnte die Strasse, welche die Moesa überquert, erstmals befahren werden. Die Holzbrücke wurde später durch eine Brücke aus Stein ersetzt. Links unten, ein Stück vom Fluss entfernt, schützt ein kleiner Pavillon die Mineralquelle. Während die Kapelle San Bernardino kurz nach 1450 errichtet worden ist, sind die tiefer liegenden Gebäude aufgrund des zunehmenden Verkehrs zu einem späteren Zeitpunkt entstanden. Das Hotel Brocco & Posta jenseits der Brücke steht den Reisenden zu Beginn des 21. Jahrhunderts immer noch offen. Etwas oberhalb liegen die Maiensässe von Acubona.

San Bernardino (Siedlung)

Weiler der polit. Gem. Mesocco GR auf 1608 m; im MA hiess der Ort Gualdo de Gareda, während der Name Mons Avium (dt. Vogelberg), der vermutlich vorröm. Ursprungs ist (gall. Ouxello), den S.-Pass bezeichnete und später im Italienischen und Rätoromanischen auf den über dem Pass liegenden Piz Uccello übergegangen ist. Seinen heutigen, seit 1661 bezeugten Namen verdankt der Weiler der Kapelle, die zwischen 1450 und 1467 zu Ehren des hl. Bernhardin von Siena errichtet wurde. Das schwefel-, magnesium- und eisenhaltige Mineralwasser von S. ist seit langem bekannt; 1717 schrieb der Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer darüber. 1867-97 entstand in S. eine Rundkirche. 1967 wurde der Strassentunnel eröffnet, der in unmittelbarer Nähe der Siedlung beginnt und das Misox ganzjährig mit dem übrigen Graubünden verbindet. Im beliebten Sommer- und Winterkurort nahm der Bau von Ferienhäusern und -wohnungen ab den 1950er Jahren erheblich zu. S. verfügt über Anlagen für den alpinen und nord. Skisport, ein entsprechendes Angebot für Sommergäste wie Tennis und Minigolf sowie u.a. Hotels und Restaurants.

<b>San Bernardino (Siedlung)</b><br>Ansicht der Siedlung von Süden. Zeichnung von  Johann Jakob Meyer,  kolorierte Aquatinta von Rudolf Bodmer für den in Zürich veröffentlichten Reiseführer "Die Bergstrassen durch den Canton Graubündten nach dem Langen- und Comersee", 1826 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Kurz vor 1826 konnte die Strasse, welche die Moesa überquert, erstmals befahren werden. Die Holzbrücke wurde später durch eine Brücke aus Stein ersetzt. Links unten, ein Stück vom Fluss entfernt, schützt ein kleiner Pavillon die Mineralquelle. Während die Kapelle San Bernardino kurz nach 1450 errichtet worden ist, sind die tiefer liegenden Gebäude aufgrund des zunehmenden Verkehrs zu einem späteren Zeitpunkt entstanden. Das Hotel Brocco & Posta jenseits der Brücke steht den Reisenden zu Beginn des 21. Jahrhunderts immer noch offen. Etwas oberhalb liegen die Maiensässe von Acubona.<BR/>
Ansicht der Siedlung von Süden. Zeichnung von Johann Jakob Meyer, kolorierte Aquatinta von Rudolf Bodmer für den in Zürich veröffentlichten Reiseführer "Die Bergstrassen durch den Canton Graubündten nach dem Langen- und Comersee", 1826 (Schweizerische Nationalbibliothek).
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Literatur
– P. Mantovani, La strada commerciale del S., 1988

Autorin/Autor: Cesare Santi / PTO