03/08/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Dompierre (FR)

Polit. Gem. FR, seit 1848 Broyebez., zwischen Avenches und Payerne. Bis ins 18. Jh. wurde das Dorf im Unterschied zu D.-le-Grand (Carignan) D.-le-Petit genann. 1137 Donperre. 1811 288 Einw.; 1850 431; 1900 544; 1950 609; 1970 485; 2000 587. 587 stattete Bf. Marius die Kirche von Payerne mit Gütern in D. aus. Die Ortschaft unterstand spätestens ab 1267 den Herren von Montagny, ab 1405 den Gf. von Savoyen und ab 1478 Freiburg. Zu diesem Zeitpunkt wurde D. der Vogtei Montagny angegliedert, 1798 dem Bez. Avenches und 1803 dem Bez. Montagny; 1830-48 gehörte D. zum Bez. D. 1880 wurde die Gem. unter kant. Verwaltung gestellt. Die Pfarrei von D., zu der auch Russy gehört, geht möglicherweise auf das 6. Jh. zurück. 1175 sprach Bf. Landri de Durnes die Kirche und das Spital von D. dem Priorat Saint-Maire von Lausanne zu. Die neue Kirche Saints-Pierre-et-Paul wurde 1868-69 auf den Mauern des alten, 1525 erbauten Gotteshauses errichtet. 1876 erfolgte der Anschluss an die Bahnlinie Palézieux-Lyss. In D. werden u.a. Rüben und Tabak angebaut und Viehzucht betrieben.


Literatur
– Dellion, Dict. 4, 532-547
– P. Aebischer, «Notes sur le changement de nom de lieu D. le Grand-Carignan», in Ann. frib. 12, 1924, 34-36, 80-90
– S. Jäggi, Die Herrschaft Montagny, 1989, 7-357
– S. Lehmann, Paroisse de D.-Russy, 1991

Autorin/Autor: Marianne Rolle / CN