Römischer Gutshof

Landwirtschaftsbetrieb aus röm. Zeit, heute im Allgemeinen in den Resten von Herrenhaus, versch. Ökonomiegebäuden und Umfassungsmauer nachgewiesen. Der oft - auch in archäolog. Übersichtswerken - verwendete Begriff villa oder villa rustica bezeichnet in der antiken Literatur nur ein Wohnhaus auf dem Land, jedoch nicht den Wirtschaftsbetrieb, der mit einzubeziehen ist. Gutshöfe in diesem Sinne wurden u.a. fundus, latifundia oder praedium genannt. Die röm. Gutshöfe setzten sich gegen die vici ab, Siedlungen unterschiedl. Ausmasses mit zentralörtl. Funktionen, in denen Handwerk und Handel im Vordergrund standen (Vicus). Die Erwerbsgrundlage der Gutshöfe war dagegen die Produktion ländl. Erzeugnisse; der Überschuss wurde an die Bewohner der dörfl. und städt. Siedlungen sowie an das Militär abgegeben. Daneben war die Selbstversorgung mit einfachen handwerkl. Erzeugnissen eine Grundvoraussetzung für die Autonomie der Betriebe.

1 - Verteilung und Lage

Die Gutshöfe überzogen in einem dichten Netz die fruchtbaren Böden des Schweizer Mittellands; in geeigneten Lagen betrug der Abstand zwischen ihnen durchschnittlich 2-5 km; bevorzugt wurden hochwasserfreie Hänge mit günstiger Sonneneinstrahlung und freier Sicht, die in der Nähe von Verkehrswegen, kaum aber direkt an den Hauptstrassen gelegen waren. In Höhen über 600 m wurden nur wenige Gutshöfe angelegt; unwirtl. Gebiete blieben in der Regel unbebaut. Die landwirtschaftl. Nutzung der klimatisch günstigen Gebiete war offensichtlich für die Versorgung der Bevölkerung in röm. Zeit ausreichend. Umfang und Grösse der Gutsgebäude variierten; die Bandbreite reichte vom bescheidenen Bauernhof bis zur residenziellen Anlage mit angeschlossener Landwirtschaft.

Autorin/Autor: Katrin Roth-Rubi

2 - Typologie

Ein Gutshof setzte sich im helvet. Umfeld aus versch. verstreuten Einzelbauten zusammen. Im Zentrum stand ein mehr oder weniger aufwendiges Herrenhaus - oft der einzige Hofteil, der archäologisch erfasst ist. Die Ökonomiegebäude lagen, nach bestimmten Normen geordnet, in einiger Distanz; das ganze Anwesen war von einer Mauer umschlossen. Eine Quermauer trennte gelegentlich den Wirtschafts- vom Herrschaftsteil ab. Die meisten Anlagen waren axialsymmetrisch gegliedert, vorwiegend längs- (z.B. Seeb), seltener queraxial (z.B. Ersigen). Bei den längsaxialen Anlagen befand sich das Herrenhaus an der einen Schmalseite, die Ökonomiegebäude lagen entlang der Hofmauer, ein Mittelstreifen im Hof blieb als Verkehrsachse unbebaut. Den R. in Yvonand bildete eine gegenständige Doppelanlage mit zwei Herrenhäusern. Gängige Form des Herrenhauses war die Eckrisalit-Villa mit dazwischengefügter Portikus. Bei einer einfacheren Variante mit ungefähr quadrat. Grundriss lag hinter der Portikus eine Halle oder ein offener Hof mit Werkplatz und Küche, eine beschränkte Anzahl Wohn- und Baderäume reihten sich, ausgehend von den Risaliten, entlang der Seitenwände. Dieses Muster war weit verbreitet. Aufwendige Herrenhäuser waren mehrheitlich längsrechteckig mit einer Folge von Räumen hinter der Porticus; der Badetrakt war entweder in einem Seitenflügel untergebracht oder stand als eigenes Gebäude neben dem Haupthaus. Eine Vergrösserung dieses Haustyps führte meist zu einem u-förmigen Grundriss mit vorgezogenen Risaliten. In Dietikon wurde in der Fläche zwischen diesen Risaliten eine Gartenanlage mit Pergola, Zierteichen und -beeten nachgewiesen. Umbauten in den Herrenhäusern waren üblich, da die Gebäude während Generationen genutzt wurden. Holzbauten dürfen für die Frühphase angenommen werden, sind aber selten zu fassen (z.B. Laufen-Müschhag); im Lauf des 1. Jh. n. Chr. wurden sie in Stein umgesetzt. Form, Anzahl und Funktion der Ökonomiegebäude wechselten; ihre Bauweise reicht vom einfachen Pferch aus Holzpfosten bis zum massiven Steinhaus, wohl mit Wohnteilen für Verwalter und Gesinde. Sie bergen oft Spuren von Werkbetrieben wie Herdstellen, Darren (Vorrichtung zum Trocknen von Lebensmitteln), Räucher-, Töpfer- und Ziegelöfen sowie Reste von Knochenverarbeitung und Schmiedewerkstätten. In einigen Fällen stand ein besonderes Gebäude im Brennpunkt des Wirtschaftshofs, so eine aufwendige Brunnenanlage in Seeb, ein Tempelchen in Dietikon und vielleicht auch in Neftenbach sowie eine Grabanlage in Biberist. Die Bedeutung dieses Platzes scheint über rein ökonom. Funktionen hinauszugehen.

Autorin/Autor: Katrin Roth-Rubi

3 - Zeitliche Entwicklung

Aus der vorröm. Eisenzeit sind bis heute nur wenige Spuren ländl. Einzelsiedlungen im Schweizer Mittelland bekannt. Die ersten Gutshöfe entstanden mit der röm. Besetzung um Christi Geburt. Die ältere Forschung hat die Ansiedlung von Veteranen, ausgedienten Legionären italischer Herkunft, als treibende Kraft für die Entwicklung der Gutshöfe im Schweizer Gebiet angenommen. Ein Vergleich der Bauformen deckte aber grundlegende strukturelle Unterschiede auf: Bei den italischen Gutshöfen waren Herrenhaus und Ökonomieteile in einem kompakten Geviert zusammengeschlossen; der axial geordnete Typ mit gestreuten Einzelbauten war dort unbekannt. Ähnl. Bauformen waren dagegen in Gallien, besonders Nordfrankreich, verbreitet; es ist anzunehmen, dass der Impuls zur Errichtung solcher Anlagen von Zuzüglern aus dem Westen - sei es im Gefolge des Militärs oder als zivile Zuwanderer - ausgegegangen ist.

Mit dem Wachstum der Städte und Dörfer im 1. Viertel des l. Jh. n.Chr. verdichtete sich das Streuungsbild der Gutshöfe. Gegen Ende des Jahrhunderts wurden auch entlegenere Gebiete einbezogen (Alpnach). Im 2. und frühen 3. Jh. bauten viele Eigentümer ihre Herrenhäuser zu teilweise palastähnl. Anlagen aus (z.B. Colombier, NE) und schmückten sie im Innern mit Wandmalereien und Mosaiken. Eigene Thermenbauten wurden hinzugefügt. Die Landwirtschaft muss in dieser Zeit prosperiert und reiche Einnahmen gebracht haben. Die krieger. Wirren im Reich und das Vordringen der Alemannen über den Rhein in versch. Schüben in der 2. Hälfte des 3. Jh. zogen die Gutshöfe stark in Mitleidenschaft; fast alle Gebäude weisen Spuren von Zerstörung auf.

Ein massiver Siedlungsrückgang setzte gegen Ende des 3. Jh. ein. Er zeichnet sich deutlich in der Nordschweiz und im Mittelland ab. Lange nahm die Forschung an, dass die Gutshöfe dieser Gegend bereits in der Spätantike zu Wüstungen geworden waren. Die bessere Kenntnis des Fundmaterials aus dem 4. Jh. hat zu einer vorsichtigeren Beurteilung geführt. Gelegentlich lassen sich in den Inventaren kleine Ensembles und Münzen der Spätzeit aussondern. In den meisten Gutshöfen dürften die Wohnflächen aber deutlich kleiner geworden sein. Die Ruinen wurden als Unterstände und notdürftige Wohnstätten genutzt. Ausnahmen in der Nordschweiz stellen diesbezüglich der Gutshof Liestal-Munzach und der Görbelhof bei Rheinfelden dar, der im späten 3. Jh. neu errichtet wurde und wohl der Versorgung des Militärs am Rhein diente. Etwas anders verlief die Entwicklung in der Westschweiz. Nach der Zerstörung in der 2. Hälfte des 3. Jh. wurden hier die Herrenhäuser gelegentlich wieder in ihren ursprüngl. Ausmassen aufgebaut. Im Fall von Vandœuvres ist die kontinuierl. Belegung bis ins FrühMa bezeugt; eine frühchristl. Kultstätte wurde an das Wohnhaus im 5. Jh. angebaut, aus der später die Kirche hervorging. Es scheint, dass in der Gallia Narbonensis, zu der Genf und dessen Umland zählten, und ihrer Nachbarschaft die Wirtschaftsform der Gutshöfe länger Bestand hatte als in der Nordschweiz.

Mit dem Ende der röm. Präsenz im 5. Jh. verödeten die Gutshöfe im Schweizer Mittelland, abgesehen von wenigen Ausnahmen, endgültig. Vielerorts nutzte die alemann. Bevölkerung ab dem 6. Jh. die Ruinen der abgegangenen Gutshöfe als Grabstätten; dabei bevorzugten sie hypokaustierte Räume mit eingestürzten Böden, die sich für die Anlage von Grabkammern anboten. Die Gräber dürften häufig durch ein Mausoleum gekennzeichnet worden sein; in einer späteren Phase entstand über ihnen oft eine erste Kirche, die im Lauf der Zeit erweitert wurde. Diese Gotteshäuser wurden wiederum häufig zu Kristallisationspunkten, um die sich die ma. Dörfer entwickelten (z.B. Laupersdorf, Messen, Oberbipp usw.).

Autorin/Autor: Katrin Roth-Rubi

4 - Bewohner

Da direkte schriftl. Zeugnisse über die Besitzer und die Bewohner nicht überliefert sind, können einzig die zu den Gutshöfen gehörenden Gräber als Primärquellen herangezogen werden; auch die Interpretation des archäolog. Fundguts sowie der Bauten erlaubt gewisse Schlussfolgerungen. Auf dem gut erforschten Friedhof des Gutshof in Courroux wurden vom letzten Viertel des 1. Jh. bis in das mittlere Drittel des 3. Jh. ca. 200 Brandgräber für das Gesinde (einfache Beigaben) angelegt. Ca. 35 Menschen lebten gleichzeitig in der Gemeinschaft; die Erwachsenen wurden im Durchschnitt 37 Jahre alt, die Kindersterblichkeit war gross. Im gleichen Gräberfeld liegen 25 Körperbestattungen aus dem mittleren 4. Jh. - der Gutshof wurde offenbar im Zusammenhang mit den Alemanneneinfällen zeitweilig verlassen und zwei oder drei Generationen später von einer kleinen Gruppe, höchstens 15 Individuen, in beschränktem Ausmass wieder bewirtschaftet. Im 5. Jh. bricht die Belegung des Friedhofs ab. Inwiefern die Bewohnerzahl dieses Gutshofs im Jura einem durchschnittlichen, für weitere Interpolationen als Basis nutzbaren Wert entspricht, ist nicht abzuschätzen, da die Ausdehnung der unter dem heutigen Dorf gelegenen Gebäulichkeiten nicht genügend erforscht und auch Funde bzw. Untersuchungen ähnl. Gräberfelder bis anhin ausstehen. In wirtschaftlich und topografisch günstigeren Gegenden ist mit grösseren Betrieben zu rechnen; für Dietikon wird eine Zahl von 150 Bewohnern geschätzt.

Zum sozialen Stand der Besitzer im Schweizer Mittelland lassen sich nur Vermutungen aufgrund der Grösse der Gutshöfe anstellen; differenzierte sozialtopograf. Untersuchungen lassen sich nicht durchführen, weil die Übergänge zwischen den versch. Gutshoftypen fliessend sind und die Grössen der Betriebe mit der Zeit wechselten. Im Gebiet der Schweiz sind zwei Gruppen von röm. Gutshöfen zu unterscheiden: Anlagen mit ein oder zwei (Wohn-?)Häusern am Kopf des Wirtschaftstrakts und mit ausgedehnten bis palastähnl. Herrenhäusern, innerhalb derer keine landwirtschaftl. Aktivitäten nachgewiesen sind, stehen Höfe mit bescheidenen Herrenhäusern gegenüber, welche Räume für ökonom. Aktivitäten mit einschlossen. Zur ersten Gruppe gehören u.a. Neftenbach, Dietikon, Seeb, Vallon, Orbe-Boscéaz, zur zweiten Stutheien, Boécourt, Alpnach und Hölstein-Hinterbohl. Der Schluss liegt nahe, dass die Anlagen der ersten Gruppe Mitgliedern eines gehobenen Standes gehörten; die Besitzer von Orbe oder Vallon dürften sogar Vertreter der obersten Schicht gewesen sein, welche einen - vielleicht in einem der Häuser wohnenden - Verwalter mit der Leitung des Landwirtschaftsbetriebs betrauten und vermutlich noch über eine Residenz in der Stadt verfügten. Für die zweite Gruppe ist anzunehmen, dass Eigentümer und Bewirtschafter identisch waren. Über allfällige Abhängigkeitsverhältnisse in Form von Pachten sind wir nicht unterrichtet.

Autorin/Autor: Katrin Roth-Rubi

5 - Ausstattung

Da sich die Ausgrabungstätigkeit lange auf die Herrenhäuser konzentrierte, ist deren Innenausstattung gut dokumentiert; der Wissensstand über die - wegen einfacher Bauweise oft schlecht erhaltenen und deshalb auch nicht so leicht archäologisch fassbaren - Nebengebäude ist demgegenüber gering. Zum minimalen Standard eines Herrenhauses gehört ein dreiräumiges Bad mit Hypokaustheizung; der Wandverputz mag meist farbig gewesen sein, ornamentale oder figürl. Dekoration darf als üblich angenommen werden (Münsingen, Hölstein). Die Böden konnten mit teppichartig gestalteten Mosaiken in Schwarz-Weiss-Technik belegt sein. Auch bescheidene Herrenhäuser werden ein oder zwei weitere Räume mit Fussbodenheizung gezählt haben (gerade in diesen dürfte sich im Winter ein Grossteil des sozialen Lebens abgespielt haben). Unvergleichlich reicher waren die grossen palastähnl. Villen ausgestattet. V.a. Räume mit halbrunden Nischen, die als Triklinien (Essräume) dienten, zeichneten sich durch üppigen Schmuck an Boden und Wänden aus (Orbe, Vallon). Figürl. Szenen aus dem griech.-röm. Repertoire verteilten sich in erster Linie als farbige Mosaiken auf die Böden, während die Wände mit Marmorimitationen, Panneaumalerei und stilisiert vegetabilen Motiven zurückhaltender gestaltet waren. Neben diesen ausgemalten Speisezimmern sind grössere Wandmalereizyklen aus den Portiken, den halb geöffneten, ein- oder zweistöckigen Hallen entlang der Raumfluchten, erhalten (z.B. Vallon, Commugny, Buchs ZH), gelegentlich mit szen. Darstellungen wie Wagenrennen (Pully) und Gladiatorenkämpfen (Yvonand).

Vom Mobiliar sind nur die Teile aus dauerhaftem Material wie bronzene Möbelbeschläge, Schlösser von Truhen, Kandelaber und Lampen, Tischfüsse, Scharniere, Bleiwannen oder steinerne Wasserbecken überliefert. In Vallon bezeugen 13 verbrannte Bronzestatuetten aus einem Triklinium ein Lararium (Hausheiligtum). Generell lässt sich anhand der Innenausstattung und Möbelreste ein deutl. Kulturgefälle von Südwesten nach Nordosten verfolgen. Die aufwendigen Mosaiken und Wandmalereien in den Herrenhäusern der Kt. Genf, Waadt und Freiburg haben in der dt. Schweiz keine Parallelen; der Einfluss Italiens und der Gallia Narbonensis sowie die Hauptstadt Aventicum prägten den westl. Landesteil und bewirkten hier eine intensivere Adaption röm. Kulturguts. Bei den Kleinfunden überwiegt die Keramik; Tafelgeschirr (in der Frühzeit vereinzelt aus Italien, dann zum grösseren Teil Importware aus den gall. Manufakturen, zum kleineren Ware aus den einheim. Ateliers), Küchengeschirr und Verpackungsmaterial (Amphoren für Wein, Öl, Garum usw.) bezeugen den Güterimport aus entfernten Produktionszentren (v.a. aus dem westl. Mittelmeeraum).

Autorin/Autor: Katrin Roth-Rubi

6 - Produktion

Zeugnis von Handwerk und landwirtschaftl. Tätigkeit legen die Reste metallener Werkzeuge ab, die das ganze Instrumentarium für die Holz-, Leder-, Stein-, Metall- und Textilbearbeitung umfassen können, aber auch die Feldarbeit (Sense, Sichel usw.) und Nahrungsverwertung (z.B. Fleischermesser) betreffen. Der technolog. Kenntnisstand war hoch und in vielen Bereichen dem der frühen Neuzeit ebenbürtig.

Da die landwirtschaftl. Erzeugnisse der Gutshöfe grösstenteils konsumiert wurden, waren sie lange nur indirekt, etwa durch die erw. Gerätschaften oder Konservierungsvorrichtungen wie Darren und Räucheröfen in Nebengebäuden von Gutshöfen (Dietikon, Seeb) bezeugt. Ein Speicher (horreum) wurde z.B. im Gutshof von Biberist nachgewiesen. Die Fortschritte der Archäobiologie im letzten Viertel des 20. Jh. ermöglichen zunehmend differenziertere Aussagen. Angebaut wurde demnach Getreide (v.a. Gerste, Dinkel und Rispenhirse) und Hülsenfrüchte (Ackerbohne, Linse, Erbse); Gartenbau und vermutlich der nur schwer nachzuweisende Rebbau ergänzten die Produktpalette. Die wichtigsten Nutztiere waren Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Pferd und Huhn. Rinder wurden in erster Linie als Arbeitstiere (Ziehen von Karren und Pflügen, Tragen von Lasten) gezüchtet, das Schwein ausschliesslich als Fleischlieferant.

Die Gutshöfe fabrizierten auch Handwerksprodukte, die grösstenteils den eigenen Bedarf deckten, zu einem kleinen Teil aber auch in den Handel gebracht wurden. In Seeb wurde zeitweilig einfaches Geschirr hergestellt, das auch an die umliegenden Gutshöfe Altstetten, Kloten, Aalbühl, Urdorf und Wiesendangen verkauft wurde. Ähnl. Sachverhalte scheinen auch für die Ziegel- und Metallgeräteproduktion vorstellbar. Schmiedeöfen und -abfälle sind in Seeb und Dietikon belegt.

Autorin/Autor: Katrin Roth-Rubi

Quellen und Literatur

Literatur
– K. Roth-Rubi, «Die ländl. Besiedlung und Landwirtschaft im Gebiet der Helvetier (Schweizer Mittelland) während der Kaiserzeit», in Ländl. Besiedlung und Landwirtschaft in den Rhein-Donau-Provinzen des Röm. Reiches, hg. von H. Bender, H. Wolff, 1994, 309-329
– C. Ebnöther, Der röm. Gutshof in Dietikon, 1995
– K. Roth-Rubi, «Villenanlagen im Schweiz. Mittelland und ihr Bezug zum frühma. Siedlungsbild: einige Fallbeispiele», in Forschungen und Ergebnisse: Internat. Tagung über röm. Villen, 1995, 230-237
– C. Ebnöther, C. Schucany, «Vindonissa und sein Umland. Die vici und die ländl. Besiedlung», in Jber. Gesellschaft Pro Vindonissa, 1999, 67-97
SPM 5, 135-177

Autorin/Autor: Katrin Roth-Rubi